Top Regional : Landeplatz für Zugvögel und Flieger

Drei weitere Transall-Maschinen der Luftwaffe sind in Hohn bei Rendsburg gestartet. An Bord sind 28 Tonnen Lebensmittel.
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Drei weitere Transall-Maschinen der Luftwaffe sind in Hohn bei Rendsburg gestartet. An Bord sind 28 Tonnen Lebensmittel.

Naturschutzgebiet am See und Militärflugplatz prägen die Gemeinde Hohn. Ort auf dem Land mit guter Infrastruktur.

shz.de von
07. Juni 2018, 13:09 Uhr

Hohn | Das größte Dorf im Amt Hohner Harde zählt derzeit etwa 2400 Einwohner. Für Neubürger gibt es ausreichende Wohnmöglichkeiten, attraktive Bauplätze und Gewerbegrundstücke. Eine gute Infrastruktur sorgt für alles, was man zum Leben braucht: Neben Lebensmittelmarkt und Bäckereien finden sich hier Arzt- und Zahnarztpraxen, Tierarztpraxen, eine Apotheke, eine Sparkasse und eine Postagentur.

Es gibt in Hohn eine Grund- und Gemeinschaftsschule, in die rund 500 Schüler gehen, eine Volkshochschule, einen kommunalen Kindergarten mit Kinderkrippe für sieben Gruppen, ein beheizbares Freibad, zwei Sporthallen, Tennisplätze und einen Sportplatz.
In der freiwilligen Feuerwehr Hohn gibt es zurzeit 63 aktive Kameraden, die insgesamt fünf Gemeinden, den Flugplatz und das Tanklager der Bundeswehr versorgen. Auf dem Militärflugplatz ist seit 1967 das Lufttransportgeschwader 63 stationiert. Erst mit der „NorAtlas“ und jetzt mit der Transall. Im alten Bahnhof befindet sich das Heimatmuseum, und die Aufstellung einer Transall ist in Zukunft geplant. Es gibt die Gastwirtschaft mit Saalbetrieb und Kegelbahn, zwei Cafés und zwei Imbisse, die für das leibliche Wohl im Dorf sorgen.

Der Ortsname stammt wahrscheinlich von „Hohne“, „Hohen“ = Höhe und wird schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Es handelt sich um eine uralte Siedlung, was zahlreiche Funde aus der Steinzeit beweisen.

Das Landschaftsbild rund um Hohn ist im östlichen Teil von landwirtschaftlichen Nutzflächen in gut erhaltenen Knickstrukturen geprägt. Im westlichen Bereich erstrecken sich dagegen weitreichende Moorflächen, zum Teil als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mittendrin liegt der etwa 140 Hektar große Hohner See. Er ist der letzte erhaltene Flachsee in der Eider-Treene-Sorge-Niederung. Aufgrund seiner besonderen Lage dient er als Brut- und Rastplatz für zahlreiche seltene Vogelarten. Im Herbst sammeln sich hier tausende von Zugvögeln, um ihren Flug in den Süden anzutreten. Es gibt eine Vielzahl an Rad- und Wanderwegen, die durch die wunderschöne Landschaft führen. Außerdem ist von Hohn aus sowohl die Nord- als auch die Ostsee in deutlich weniger als einer Stunde mit dem Auto zu erreichen.

Durch die Vielzahl von 26 aktiven Vereinen und Verbänden ist ein reges, kulturelles Leben gegeben. Ob nun im Hohner Spielverein „Eintracht“ mit seinen über zehn Abteilungen oder im Heimatverein oder Siedlerbund – für jeden ist etwas dabei. Nicht zu vergessen ist hier natürlich auch die Freiwillige Feuerwehr mit ihrer Jugendabteilung und dem Musikzug. Für musikalisch Interessierte gibt es den Kirchenchor und die Capella Musica. Im Ottergehege findet täglich um 16 Uhr eine Fütterung des Otterpaares statt, bei der Besucher herzlich willkommen sind. In den 50er-Jahren war Hohn noch ein reines Bauerndorf mit 72 Landwirten. 1975 entstanden dann die ersten Wohngebiete. Heute sind es noch sechs Höfe, die überwiegend in den Randgebieten des Ortes angesiedelt sind.

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