Stadtmarketing in Rendsburg : „Längste Bank“ wird verlängert

Nach der Verlängerung soll die Bank am Kanalufer die längste Europas sein.
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Nach der Verlängerung soll die Bank am Kanalufer die längste Europas sein.

Die Sitzgelegenheit am Kanalufer in Rendsburg wächst im August um 70 Meter. Sie darf dann den Titel „Längste Bank Europas“ tragen.

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21. Juli 2014, 12:23 Uhr

Das Projekt soll für positive Aufmerksamkeit sorgen – bundesweit. Seit Februar wurde im Rathaus daran gearbeitet, Geld für die Verlängerung der einst „Längsten Bank der Welt“ zu beschaffen. Jetzt steht die Erweiterung kurz bevor. Wie Bürgermeister Pierre Gilgenast mitteilte, wird die berühmteste Sitzgelegenheit der Region noch in diesem Sommer von 501 auf 571 Meter erweitert. Sie darf dann den Titel „Längste Bank Europas“ tragen. „Uns liegt die Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau vor, die Bank um 70 Meter zu verlängern“, sagte der Verwaltungschef. Die Bauarbeiten sollen im August beginnen. Die feierliche Einweihung ist zur NOK-Romantika am 6. September geplant. „Dann wollen wir die Bank richtig in Szene setzen“, kündigte Gilgenast an und äußerte einen Dank: „Sponsoren haben uns kräftig unterstützt, ganz besonders die Kreishandwerkerschaft.“ Die Materialkosten belaufen sich auf 5000 Euro, der Rendsburger Haushalt wird jedoch mit keinem Euro belastet. Träger des Projekts sind die Stadt und der Verein Tourismus Mittelholstein.

In Europa steht derzeit nur noch eine 550 Meter lange Sitzbank im thüringischen Ronneburg vor Rendsburg. Für einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde müsste Rendsburgs längste Bank sogar noch um gut 150 Meter zulegen. Nachdem eine 1013-Meter-Bank in den Alpen, die zu Marketingzwecken errichtet worden war, inzwischen abgebaut wurde, steht der Rekordhalter vor einer Tempelanlage im japanischen Nanto City. Länge: 653,02 Meter. Diese Marke, so Gilgenast, sei jedoch unerreichbar. Der Kanaluferbereich biete einfach nicht mehr Platz. „Mit 571 Metern haben wir das Maximum erreicht.“

Aber nicht nur die europaweit längste Bank soll Rendsburg bekannter machen, auch mit neuen Stickern fürs Auto und Postkarten will das Stadtmarketing werben. Das neue Logo und der Slogan „Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal“ sind darauf zu lesen. Die langen schwarzen Sticker können Autofahrer an die Halterung ihrer Nummernschilder kleben, um ihre Verbundenheit mit der Kanalstadt zu zeigen. Auch in der neuen Postkarte versteckt sich ein Sticker: Logo und Slogan können von der Vorderseite der Karte gezogen und aufgeklebt werden. Zusätzlich sind die wichtigsten Veranstaltungshinweise auf der Karte vermerkt. Beide Werbemittel wurden gesponsort und sind deshalb ab sofort kostenlos in der Tourist Information erhältlich.

Seit März nutzt die Stadt das neue Logo, auf Briefköpfen ist es schon länger im Einsatz, nun folgen langsam die Werbemittel des Tourismus- und Stadtmarketings. Als nächsten Schritt sollen, so erklärt Bürgermeister Gilgenast, auch die großen Schilder am Stadteingang verändert werden, „damit der neue Slogan die Gäste begrüßt“. Sowohl die rekordverdächtige Bank am Kanalufer als auch der neue Leitspruch der Stadt unterstreichen laut Gilgenast die Verbindung zum Kanal und dessen wichtige Bedeutung für Rendsburg. „Diese Region hat wirklich viel zu bieten.“

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