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Landeszeitung

18. Dezember 2017 | 10:37 Uhr

La-Ola für die neuen Räume

vom

Erster Schultag mit vielen Veränderungen / Sporthalle für Schul- und Vereinssport freigegeben / Einweihungsfest am 20. September

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

TODENBÜTTEL | Einen ganz besonderen Schulbeginn nach den Sommerferien erlebten gestern die Schüler und Lehrkräfte der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule in Todenbüttel. Zwei Jahre und neun Monate nach der Brandkatastrophe vom 5. November 2010, der unter anderem Sporthalle und Aula zum Opfer gefallen waren, fand erstmals Unterricht im wieder aufgebauten Schultrakt statt. Drei Klassen bezogen ihre neuen Räumlichkeiten, die an die neue Aula angrenzen, in der morgen die neuen Fünftklässler und am Donnerstag die neuen Abc-Schützen zur Einschulungsfeier erwartet werden. Die neue Sporthalle wird nächste Woche für alle Schul- und Vereinssportaktivitäten freigegeben.

"Hier sieht es ja noch ziemlich nach Baustelle aus, und es riecht auch so", meinte Schulleiterin Heike Brunkert, als sie gestern von ihrem Büro im alten Schulteil in den neuen Trakt hinüberging, um der Klasse 6a einen Besuch abzustatten. Auf ihre Frage, wie den Sechstklässlern denn der nagelneue Klassenraum gefalle, bekam die Rektorin ausschließlich begeisterte Antworten: "Super! Geil! Hammer!" "Ihr habt sogar das schönste Klassenzimmer von allen, weil es über Eck liegt", stellte Schulverbandsvorsteher Otto Harders fest. Neben der 6a hatten noch eine 7. und eine 10. Klasse bereits ihre neuen Räume bezogen, morgen kommt noch die neue 5. Klasse hinzu. Die zu den Klassenzimmern gehörenden Lernwerkstätten sind ebenfalls fertig, aber noch nicht möbliert. Im Neubau sind zudem all die Fachräume (zwei für Naturwissenschaften sowie je ein Kunst-, Musik- und Technikraum) untergebracht, auf die Heike Brunkert und ihr Kollegium so lange verzichten mussten. "Wir sind über zweieinhalb Jahre mit Provisorien zurechtgekommen, da schaffen wir die nächsten zwei Wochen auch noch", sagte die Schulleiterin mit Blick auf die aktuelle Lagebeurteilung von Architekt Thomas Rader, der in 14 Tagen das Gros der Restarbeiten erledigt haben will.

Noch etwas länger wird die Gestaltung des neuen, terrassenförmig angelegten Pausenhofs dauern, der aber spätestens bis zur offiziellen Einweihungsfeier (20. September) und dem damit verbundenen "Tag der offenen Tür" (21. September) fertig sein soll. "Man erkennt aber auch beim Pausenhof schon, wie es einmal werden soll", merkte Otto Harders an und lobte das Erscheinungsbild des Neubaus: "Wir freuen uns, dass es so ist, wie es ist."

Insbesondere freut den Schulverbandsvorsteher, dass der vorgegebene Kostenrahmen von 7,6 Millionen Euro (inklusive 500 000 Euro für Mobiliar) eingehalten und zusätzliche Einsparungen genutzt werden konnten, um während des Baus diverse Verbesserungen am ursprünglichen Konzept (Holzprallwände für die Sporthalle, Fliesen für die Tribüne, höherwertige Schalldämmung) vorzunehmen.

"Wir hatten heute schon ein lustiges Erlebnis", berichtete Heike Brunkert, "wir hatten einen Pfau als ersten Gast in der Sporthalle." Die neugierige Henne gehörte zu einem Pfauen-Trio, das am vergangenen Donnerstag aus Ostermühlen getürmt ist. Es wurde gegen Mittag von Matthias Vierth eingefangen und nach Hause gebracht. Die witterungsbedingte Bauverzögerung habe etwa sechs Wochen betragen, schätzt Rader: "Der Winter kam zu früh und ging zu spät." "Jeden Mittwoch war Baubesprechung, da sind immer alle Entscheidungen sehr einvernehmlich getroffen worden, und deshalb herrschte hier immer eine so gute Atmosphäre", bilanzierte Heike Brunkert. Die Schüler seien am ersten Schultag alle "ganz wild" auf das neue Gebäude gewesen, bemerkte die Schulleiterin, und auch das Kollegium sei ganz begeistert vom Neubau: "Die Lehrer haben die Räumlichkeiten am Donnerstag schon vom Architekten gezeigt bekommen, und da waren dann alle so angetan, dass spontan eine La-Ola-Welle durch die Reihen ging."

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