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Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 09:52 Uhr

Warder : Kuschelschweine in der Arche

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach der Quarantäne dürfen die schwedischen Auswanderer das Schweineland im Tierpark erkunden.

Anderthalb Wochen müssen sie noch im Quarantäne-Stall verbringen, dann dürfen sie ins „Schweineland“ der Arche Warder: Sieben Linderöd-Schweine, die direkt aus ihrer schwedischen Heimat nach Warder geholt wurden. Revierleiter Christoph Gorniak und Mathias Frohreich nahmen die 750 Kilometer lange Reise nach Tibro auf sich, wo sie bei dem deutschen Auswanderer Hans-Günter Samuelsson fünf Linderöd-Sauen und zwei Eber in ihrem Rinder-Anhänger verstauten und nach Warder kutschierten.

„Der Landwirt in Schweden hat den ganzen Sommer über diese Tiere für uns zusammengestellt“, berichtet Daniela Müller, die als Assistenz der Arche-Tierzucht den Kontakt nach Schweden hergestellt und Samuelsson instruiert hat, was für Schweine auf dem Wunschzettel der Arche Warder standen. „Wir hatten selbst ja schon Linderöd-Schweine, aber unsere beiden Sauen und unser Eber sind schon zu alt und nicht mehr so fruchtbar“, erläutert Daniela Müller, „darum brauchten wir eine komplette neue Zuchtgruppe.“ Mit fünf Sauen und zwei Ebern hat man nun sogar zwei Zuchtgruppen beisammen. „Wir haben zwei Eber-Zuchtlinien“, stellt Daniela Müller fest, „ein Eber und zwei Sauen gehen von hier an einen Privatzüchter nach Süddeutschland, mit dem wir dann in Zukunft Jungtiere austauschen können.“

Das schwedische Linderöd-Schwein, das im 18. Jahrhundert in seiner Heimat weit verbreitet war, gilt heute als gefährdete Rasse, denn es gibt weltweit nur noch wenige hundert Exemplare. Als sich 1992 in Schweden der Zuchtverband „Landtsvinet“ gründete und sich den Erhalt der Rasse auf die Fahnen schrieb, gab es nur noch 40 Zuchttiere. Das Linderöd-Schwein ist sehr robust, groß und hochbeinig, hat ein spitz geformtes Maul und mittelgroße Ohren, die leicht nach vorn zeigen. Die vier bis sieben Monate alten Neuzugänge der Arche Warder, die derzeit im Quarantäne-Stall der Arche mit leckerem Fenchel und Möhrchen verwöhnt werden, haben auf Anhieb Freundschaft mit ihren neuen Tierpflegern geschlossen. „Diese Schweine sind extrem zutraulich“, meint Christoph Gorniak, „das sind schwedische Kuschelschweine.“

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