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Überraschungsbesuch in Hohn : Kurze Vorlaufzeit reicht dem LTG 63

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen verabschiedete die erste Transall-Maschine aus Hohn ins Krisengebiet im Nordirak. Dorthin werden Hilfsmittel geliefert.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Vom Stützpunkt des Lufttransportgeschwaders (LTG) 63 in Hohn starteten gestern am frühen Morgen insgesamt fünf Transall-Maschinen mit Hilfsgütern, um damit die im Nordirak von der Terrorgruppe Islamischer Staat bedrohte und Not leidende Bevölkerung zu unterstützen. Bundes-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen selbst verabschiedete persönlich die Besatzung des ersten Transportfliegers und verfolgte den Start der „Brummelbiene“ um kurz vor 7 Uhr.

So kurzfristig der Besuch der 55-jährigen CDU-Politikerin bekannt geworden war, so kurz war auch die Vorbereitungszeit für die Verantwortlichen beim LTG 63 – zumal sich etliche Vertreter verschiedener Medien angekündigt hatten. „Wir haben zwar auch so ab und an überregionale Events, aber vom Presseaufmarsch her war das in der Masse schon außergewöhnlich“, erklärte LTG-Sprecher Stabsfeldwebel Thomas Bagemühl: „Und diesmal hatten wir quasi nur einen Tag Vorlauf, um alles vorzubereiten. Es war schon eine sportliche Aufgabe, das alles vor allem fliegerisch so schnell auf die Beine zu stellen.“ Nicht umsonst dankte die Ministerin der Bundeswehr dafür, dass ein schnelles Handeln möglich gemacht wurde. In Windeseile waren die Hilfspakete zu den Fliegern nach Hohn gebracht worden, wo sie in den geräumigen Bäuchen der „Brummelbienen“ verschwanden. Die Pakete sind standardisierte so genannte Einmannpackungen (EPa) für Soldaten. Darin befinden sich diverse auf Jahre haltbar gemachte Produkte wie zum Beispiel Hühnersuppe, Gemüseauflauf, Hamburger in Tomatensauce oder Getränkepulver. Stark sättigende Hartkekse sind zum Teil angereichert, um die erforderlichen Brennwerte zu erreichen und möglicherweise ausgezehrte Körper wieder aufzupäppeln.

Der Besuch der Verteidigungsministerin stellte die LTG-Soldaten indes nicht vor spezielle Herausforderungen. „Natürlich ist es für uns etwas Besonderes, wenn die oberste Dienstherrin vorbeikommt“, sagte Bagemühl: „Aber wir haben hier ohnehin sehr hohe Sicherheitsstandards. Die mussten wir nicht zusätzlich verschärfen.“ Spezielle Vorgaben in puncto Sicherheit seien lediglich von den Personenschützern von der Leyens gekommen. So durfte die Presse in der Masse nicht näher als bis auf fünf Meter an die Ministerin heran. Dass die Hilfsaktion für den Irak, der gestrige Start der „Brummelbienen“ und der Besuch der Ministerin aber doch ein Stück weit besonders waren, ließ auch Oberstleutnant Thies Voigt anklingen. Der stellvertretende LTG-Kommodore bat seinen Sprecher gegen Ende des Besuchs: „Koordinieren Sie das mal, gefühlt habe ich eine Million Anfragen.“


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