Serie „150 Jahre Rendsburger Feuerwehr“ : Kuriose Notrufe und ein verwirrter Vogel

Ein Papagei wie dieser sorgte für einen Einsatz.
Ein Papagei wie dieser sorgte für einen Einsatz.

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18. April 2019, 10:37 Uhr

Rendsburg | Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg wurden auch zu kuriosen Einsätzen gerufen. Rainer Wagner berichtet: „Mitte der 90er-Jahre waren wir am 6. Dezember in einer Privatwohnung in der Kanzleistraße. Der Anrufer hatte behauptet, in den Wänden Schreie zu hören.“ Die Feuerwehrmänner vermuteten dort zunächst ein verirrtes Wildtier und bauten nach Klopfversuchen den Türrahmen aus – fanden aber nichts. Wagner sagt mit einem Augenzwinkern: „Das war dann wohl der Niklaus, aber als wir ankamen, war er schon lange wieder weg.“ Als die Einsatzkräfte dem vermeintlich hilflosen Kameraden Hans Hansen in der Torstraße helfen wollten, erlebten sie eine Überraschung. Werner Green sollte dessen Wohnungstür eintreten. „Nachdem ich dagegen getreten hatte, machte Hans die Tür auf und fragte mich, was denn los sei.“ Wagner fügt hinzu: „Da hatte die sogenannte hilflose Person die Tür einfach von innen aufgemacht. Da guckt man auch ein bisschen komisch.“

Mit einem Papagei auf Abwegen hatten die Feuerwehrmänner es in den 90er-Jahren zu tun. Das Tier war aus seinem Käfig entflogen und hockte auf einem Baum im Rendsburger Stadtgebiet. Wagner erinnert sich: „Der Besitzer hatte den Vogel bereits gefunden und uns verzweifelt angerufen. Wir rückten dann mit einer Drehleiter an.“

Doch der gefiederte Exot machte es den Kameraden nicht leicht. Kaum hatten sie den Besitzer auf der Leiter mit Helm in Position gebracht, flatterte das Tier auf den nächsten Baum. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrmals. Wagner: „Beim dritten Versuch kamen die Kameraden auf die Idee, dass es vielleicht am Helm liegen könnte. Der Vogel erkannte den Anrufer einfach nicht.“ Ohne Helm gelang die Bergung schließlich. Wagner fügt hinzu: „Zum Dank hat der Papagei allerdings noch nach dem Besitzer geschnappt.“

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