Kunstvoller Eingang für die Schule Altstadt

Gemälde-Detail: Käfer mit dem  bedeutungsvollen Kennzeichen RD-EU 2012.
1 von 2
Gemälde-Detail: Käfer mit dem bedeutungsvollen Kennzeichen RD-EU 2012.

VR-Banken unterstützten das Projekt finanziell / Heino Karschewski erarbeitete mit Schülern die Motive

shz.de von
09. Mai 2012, 06:28 Uhr

Rendsburg | Wer jetzt die Schule Altstadt besucht, bleibt im Eingang erst einmal überrascht stehen. Da reitet eine beeindruckende Europa auf dem Stier. Urzeitpferde galoppieren heran. Und auf der anderen Seite steigt ein Heißluftballon in die Höhe, während darunter ein Käfer Fahrt aufnimmt. Die Zeichnungen stammen von dem Gettorfer Künstler Heino Karschewski. Dass das Projekt möglich wurde, dafür sorgte die VR-Bank im Kreis Rendsburg.

"Der Gedanke, das Gebäude zu verschönern, ist schon zwei oder drei Jahre alt", erklärt Schulleiterin Kirstin Koppelmann. Mit Heino Karschewski fand die Schule Altstadt einen Maler, der Erfahrung mit Kunst am Bau hat. Und nicht nur das: Er arbeitete eng mit den Schülern zusammen. Konrektorin Ulrike Mangold band das Projekt in den Unterricht mit ein; Fünftklässler entwickelten beispielsweise die "Höhlenmalereien" weiter. Die Älteren lernten etwas über Lasuren und Farbtechniken.

Zur Farbe sagt der Künstler: "Ich habe hier Grau gewählt, weil es das Chamäleon unter den Farben ist. Es passt sich an." Es greift zudem die Farbigkeit des alten Terrazzo-Bodens auf. Karschewski entschied sich für Golden Acryl, eine Produktion aus den USA. In die Grundierung arbeitete er zudem noch Sand ein. "Dadurch entsteht eine ganz besondere Haptik", sagt der Künstler. Wer mit der Hand über die Wand fährt, wird es spüren.

Bei den Motiven ließ sich der Gettorfer Maler von der Nähe zum Europaforum leiten sowie bei der Frage, wie es um die Zukunft bestellt ist. So sind bei den Fortbewegungsmitteln ein Wikingerschiff, ein Flugzeug und ein Ufo zu sehen. Letzteres wurde auf Wunsch der Schüler in die Gesamtkomposition eingefügt. Und so gehen die jungen Menschen auch sehr sorgsam mit den Wandbildern um, weiß Schulleiterin Koppelmann. "Da sind schon Risse", machten sie entsetzte Kinder auf Schäden aufmerksam - die zum Glück keine sind, sondern ganz bewusst gesetzte optische Elemente.

Kirstin Koppelmann würdigt Karschewskis mehrmonatigen Einsatz: "Er war ein Künstler zum Anfassen." Und sie dankte den VR-Banken, genau wie es Rüdiger Gerlach, der stellvertretende Bürgervorsteher tat. Ohne die 3 000 Euro Unterstützung von der Bank wäre das Projekt nicht möglich gewesen, so die Schulleiterin. "Für uns ist es etwas Neues, einmal in Kunst zu investieren", erklärte Georg Schäfer vom Vorstand der Bank. Und hofft, dass das Werk die nächsten hundert Jahre übersteht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen