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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 05:13 Uhr

Büdelsdorf : Kunstgenuss um Mitternacht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Völlig neue Eindrücke konnten die Besucher in der „Langen Nacht der Lichter“ entdecken. Den NordArt-Preis gab es für die Videoinstallation „Allegoria Sacra“.

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erstellt am 22.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Neue Seherlebnisse wurden den Besuchern der Kunstausstellung NordArt am Sonnabend geboten. Bei der „Langen Nacht der Lichter“ von 11 Uhr bis Mitternacht wurden die Kunstwerke in den riesigen Hallen der ehemaligen Carlshütte und in dem angrenzenden 60000 Quadratmeter großen Park in farbiges Licht getaucht.

Live-Musik von Bands aus Deutschland, Frankreich und der Mongolei, Lichtinstallationen, Essen und Trinken und als Höhepunkte die Verleihung von Kunstpreisen machten die „Lange Nacht der Lichter“ zu einer stimmungsvollen Veranstaltung für die 3000 Besucher.

Der von Hans-Julius und Johanna Ahlmann (ACO-Gruppe) gestiftete und mit 10 000 Euro dotierte NordArt-Preis ging an die Gruppe АA E S+F für ihre Videoinstallation „Allegoria Sacra“ . Die russischen Künstler Tatiana Arzamasova, Lev Evzovitch, Evgeny Svyatsky und Vladimir Fridkesfür erhalten ihren Preis bei der Eröffnung der NordArt 2015 am 6. Juni.

„Wenn man gänzlich in den schaurig-schönen Film eingetaucht war, der einen volle 40 Minuten in Atem hält, dann sieht man nachher jedes Kunstwerk der NordArt, oder den vertrauten Flughafen, ja die ganze Welt mit anderen Augen, und im Ohr klingen dazu die Ikonen der Musikgeschichte“, sagte Hans-Juulius Ahlmann.

Zahlreiche Besucher hatten in den vergangenen Monaten die Möglichkeit genutzt, ihre Lieblingskünstler zu benennen. Dabei stand Jovanka Stanojević erneut hoch in der Gunst des Publikums. Nachdem die serbische Künstlerin im Vorjahr mit einem Porträt ihrer Mutter gewonnen hatte, kam sie jetzt mit einem 2 mal 3 Meter hohen Bild ihres Vaters auf den 2. Platz. Den Publikumspreis gewann die 40 Künstler umfassende Gruppe „Confronting Anitya“. Ihre von dem Kurator Liang Kegang zusammengestellte Schau zeitgenössischer chinesischer Kunst, die zuvor auf der Biennale in Venedig die Besucher begeisterte, fand auch auf der NordArt großen Anklang. Der Zugang zum „China Garden“ musste an einigen Tagen reglementiert werden, um den Besuchern den ungestörten Kunstgenuss auf der „kontemplativen Insel“ zu gewähren. Auf den 3. Platz kam Dmitry Gutov . Der russische Künstler überraschte das Publikum mit zwei Metallobjekten, die nur beim frontalen Blick an antike Vasen angelehnte Motive preisgaben, sonst aber abstrakt erschienen.

Die Kunstausstellung NordArt erfreut sich wachsender Beliebtheit und Anerkennung. „Wir haben eine mächtige Steigerung bei den Besucherzahlen“, freute sich die Koordinatorin Inga Aru. Im vergangenen Jahr kamen fast 60 000 Besucher zu der größten jährlichen Kunstausstellung in Europa. „In diesem Jahr werden es wohl 40 Prozent mehr sein“, stellte Hans-Julius Ahlmann fest. „Unsere Kommunikation trägt Früchte. Allein auf Facebook hat die NordArt 7000 Fans.“ Auch der Besuch von Botschaftern der Länder, aus dem die teilnehmenden Künstler kommen, verleihe der Ausstellung weiteres Gewicht.

Die NordArt 2014 läuft noch bis Sonntag, 12. Oktober. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Einritt kostet 9 Euro. Weitere Informationen auf der Internetseite www.kunstwerk-carlshuette.de.




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