Verkaufsoffener Sonntag : Kunst und Kultur in Bewegung

Neu im Künstlerkreis: Die Malerinnen Brigitte Emmer, Renate Knerlich Zeriadke und Rosita Lüdtke (v.l.) haben sich der Gruppe angeschlossen.
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Neu im Künstlerkreis: Die Malerinnen Brigitte Emmer, Renate Knerlich Zeriadke und Rosita Lüdtke (v.l.) haben sich der Gruppe angeschlossen.

Als Überraschung gab es sogar Sonnenschein: Hohenwestedt-Marketing bot ein neues Konzept für den „Schiet-Wedder Koop-Sündag“. Die Besucher erlebten Kunst und Kultur in Bewegung.

shz.de von
04. November 2013, 05:00 Uhr

Ausstellungseröffnung im Hohenwestedter Rathaus, ein durch den Ort wandernder Gospelchor, Figurentheater und seltene archäologische Fundstücke: Viel Kunst und Kultur gab es beim ersten „Schiet-Wedder Koop-Sündag“.

Hohenwestedt-Marketing präsentierte seinen seit 2006 stattfindenden „Schietwettermarkt“ mit neuem Konzept und wurde dabei unterstützt vom Künstlerkreis Hohenwestedt, von der Kirchengemeinde, von „Gospel & More“, vom Museumsverein und vom Kinderschutzbund.

Das umfangreiche kulturelle Rahmenprogramm des verkaufsoffenen Sonntags begann um 11.30 Uhr im Rathaus des Amtes Mittelholstein mit der Eröffnung der neuen Jahresschau des Künstlerkreises Hohenwestedt. Das Motto der Gemeinschaftsausstellung lautet diesmal „Blickfang“. Heino Redinger fand das sonnige Wetter besonders bemerkenswert, als er das Publikum im Ratssaal begrüßte: „Eigentlich müsste es heute ja regnen, hageln oder sonst was, denn angekündigt war ja ein verkaufsoffener Schietwetter-Sonntag.“

Um 12 Uhr startete Pastor Christian Carstens mit einer Besuchergruppe zu einem Rundgang durch die Peter-Pauls-Kirche, bei dem die Teilnehmer unter anderem erfahren konnten, dass die Uhren in Hohenwestedt oftmals anders gehen. „Wir haben ein mechanisches Uhrwerk, und bei Sturm aus Westen greift der Wind in die Zeiger und verstellt sie“, berichtete Carstens.

Um 13 Uhr lud Kantor Norbert Klose zu einer Orgeldemonstration mit Klangbeispielen ein. Weiter ging’s in der Peter-Pauls-Kirche um 15 Uhr mit einem Auftritt des Chors „Gospel & More“, der sich bei einem Kurzkonzert sozusagen warm sang, anschließend durch Hohenwestedt zog und an verschiedenen Standorten Gospelsongs zum Besten gab. Parallel lief im Sport- und Jugendheim eine vom Kinderschutzbund Hohenwestedt organisierte Aufführung des „Figurentheaters Wolkenschieber“.

Im Heimatmuseum hatte man derweil Gelegenheit, zwei seltene archäologische Fundstücke zu inspizieren, die vor ein paar Wochen bei Baggerarbeiten in Hohenwestedt entdeckt wurden: ein durchbohrtes Holzrohr aus einem Eichenstamm und zwei Halbschalen, die zusammengelegt und vernagelt ein Rohr ergeben. Beide Holzteile, die in der Gemarkung „bei den Fischteichen“ gefunden wurden, gehören zu einer Holzrohr-Drainage, die vermutlich im 19. Jahrhundert angelegt wurde.

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