Kunst-Forum und Ort der Kommunikation

Hautnahe Begegnung mit der Kunst: Die Besucher betrachteten die Werke genau und aus allen Perspektiven. Foto: Sopha
Hautnahe Begegnung mit der Kunst: Die Besucher betrachteten die Werke genau und aus allen Perspektiven. Foto: Sopha

Zur Eröffnung der elften Nord Art fanden die Redner lobende Worte. Und es gab eine gute Botschaft: Der Kreis beteiligt sich mit einer "namhaften Summe" an dem Kulturereignis.

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15. Juni 2009, 12:13 Uhr

Die Nord Art beginnt und die Sonne scheint. Zahlreiche anwesende Künstler gaben der Eröffnung der Ausstellung zusätzlichen Glanz, genau wie die Miss Russland 2009.

Für sich selbst sprechen die Kunstwerke im Park und in den Hallen. "Ein Ort, der Geschichte hat", wie Dr. Jürgen Fitschen feststellte. Der designierte Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen legte Wert darauf, dass er noch nicht in seiner neuen Funktion in Büdelsdorf auftrat. Lobte aber, dass die Nord Art zeige, "wie spielerisch diese Art der Kunst präsentiert werden kann." Und fügte hinzu: "Mal sehen, was wir in den nächsten Jahren von Büdelsdorf lernen können."

Die erstaunliche Vielseitigkeit der Schau hob Jürgen Hein, Bürgermeister der Stadt Büdelsdorf, hervor. Er fordert: "Die Nord Art soll zur Marke werden." Die Chancen sind gut, schließlich konnte Hans-Julius Ahlmann, Geschäftsführender Gesellschafter der ACO-Gruppe, eine frohe Botschaft verkünden. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde beteiligt sich künftig mit "einer namhaften Summe" an der Schau. Ein Mittel, "damit die Nord Art immer toller und größer wird", so Ahlmann.

Großartig ist diese Ausstellung jetzt schon - das wurde aus den Worten aller Redner deutlich. Professor Dr. Alvar Rojas Marin, chilenischer Botschafter in Berlin, war eigens angereist, um die Künstler der Büdelsdorfer Schau als Botschafter zu loben - für eine bessere Verständigung und für den Frieden. "Die Nord Art ist ein Forum, eine wunderbare Möglichkeit, um miteinander in Kommunikation zu treten", erklärte Marin.

Dies gilt nicht nur für die Künstler untereinander, sondern auch für die Künstler und das Publikum und für die Betrachter, die mit der Kunst in Interaktion treten können. Zu der Musik des Jesse Grell Trios und "The Bad Luck & Trouble Blues Band" schlenderten die Gäste durch den Park, begutachteten neue Skulpturen und nahmen ganz selbstverständlich auf ihnen Platz. Oder wanderten durch den Birkenwald, der noch aus dem vergangenen Jahr stammt und den der russische Künster Andrey Rudyev für die aktuelle Schau verändert hatte: Er hat die Hütte abgebrannt. Noch düsterer ist der Ort jetzt geworden, konstatierte Hans-Julius Ahlmann. Und wies mit einem Augenzwinkern auf ein "Frühwerk" des Russen hin: Seine Tochter - Miss Russland. Gerade von den Bahamas kommend, war sie über Moskau nach Büdelsdorf gereist.

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