Kulturgeschichte des Pferdes anschaulich in Szene gesetzt

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15. Juni 2014, 17:00 Uhr

Vor einem Cowboy flüchtende Rothäute waren Teil der Zeitreise, auf die sich die Besucher beim Pferdetag auf der großen Wiese der Arche Warder begeben konnten. „Das Pferd, das schon 3000 vor Christus domestiziert wurde, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur“, stellte Tierparkdirektor Kai Frölich fest. „Viele entscheidende Eroberungszüge, Schlachten und Völkerwanderungen wären ohne das Pferd nicht zustande gekommen beziehungsweise ganz anders verlaufen“, sagte Moderator Carsten Goll, als er das Publikum begrüßte.

Stationen der Zeitreise waren unter anderem Kroatien (wo die Posavina-Pferde seit Jahrhunderten als Lasttiere dienen), das Mittelalter (mit dem Schleswiger Kaltblut „Uschi“ als Schlachtross), der Wilde Westen (in dem ein Cowboy zwei Indianerinnen durch die Prärie jagte) und die Kohlegruben des 19. Jahrhunderts (mit Shetlandpony „Pünktchen“ und Mathias Frohreich als „Gruben-Kalle“). Nicole Vallentin aus Hamweddel führte mit ihrer Alten Oldenburgerin „Vicky“ vor, wie die Kommunikation mit dem Pferd über Körpersprache („Natural Horsemanship“) funktioniert, Thomas Lorenzen aus Hütten gab auf seinem Quarterhorse „C M Boombastic Train“ eine Einführung in die Westernreiterei. Springreiterin Anna Bergen aus Bordesholm und Dressurreiterin Lotta Katrina Hinz aus Nettelsee komplettierten das Programm.

„Es ist uns heute gelungen, die ganze Vielfalt der Pferderassen zu zeigen und auch die kulturhistorische Bedeutung des Pferdes für unsere Entwicklungsgeschichte zu verdeutlichen“, bilanzierte Frölich. „Außerdem wurden dem Publikum verschiedene gleichberechtigte Formen der Reiterei vorgeführt: Natural Horsemanship, Westernreiterei, Springreiten und Dressur.“

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