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Kulinarischer Bummel von deftig bis delikat

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ob Vegetarier oder Fischfan – für jeden Geschmack ist etwas dabei

Wer zwischen Stadtseegelände, Paradeplatz und Obereiderhafen bummelt, muss keinen Hunger leiden. Es gibt deftige Angebote und leichte Kost. Selbst kulinarische Entdeckungen lassen sich machen. Vor dem Obereiderhafen ist die Irische Meile angesiedelt, dudelt „Whiskey in the Jar“ aus den Lautsprechern. Dazu schmecken Miesmuscheln. Die stammen zwar nicht aus der irischen See, sind aber frisch vor Sylt gefangen worden. Eine echte Delikatesse in würzigem Gemüsesud.

„Meeresfrüchte sind eigentlich nicht unser Metier“, gesteht Hanni Schewbel-Horst. Seit sieben Jahren stehen sie und ihr Mann auf der Irischen Meile. Aber sie wollte die Tradition des Muschelangebots auf dem Herbst gern wieder beleben. Darum kaufte sie die Schalentiere bei der Erzeugerorganisation schleswig-holsteinischer Muschelfischer, putzte mit Freunden und Bekannten 150 Kilo Gemüse und bietet nun eine Portion, gekocht in dem schmackhaften Gemüsesud, für 5 Euro an.

„Sehr gut“, lautete gestern übereinstimmend der Kommentar der Esser. Serviert wird in Styroporschalen, gegessen wird ganz zünftig mit einer leeren Muschel als Handwerkszeug. Schüsseln zum Händewaschen stehen bereit. Wer es stilvoller mag, kann beim Stand von Möhl’s Gasthof am Altstädter Markt speisen, muss aber 9,50 Euro zahlen.

Spanferkel gibt’s auch nicht alle Tage. Die Schlachterei Hogrefe gart sie rund 16 Stunden im Kochschrank, bevor sie auf dem Schiffbrückenplatz dann noch einmal für eineinhalb Stunden gegrillt werden. 80 bis 90 Portionen ergibt ein Ferkel – je nach Größe. Der Preis für eine Portion liegt mit 3,50 bis 4,50 Euro im Durchschnitt der vielfältigen kulinarischen „Herbst“-Angebote. Das gilt auch für vegetarische Gerichte. Zwischen 3,50 Euro für Champignons mit Zwiebeln bis 4,50 Euro für heißen Schafskäse im Fladenbrot bietet Danny Schwerin am Obereiderhafen an. Vor 40 Jahren wurde er in Amerika auf die fleischfreien Speisen aufmerksam. „Die vergangenen zehn Jahre sind auch in Deutschland gut gelaufen“, sagt der Mann aus Trappenkamp.

Wer Eintöpfe liebt, ist bei der Bundeswehr an der richtigen Adresse. Seit 1993 kocht das LTG 63 aus Hohn regelmäßig Erbsensuppe für den Rendsburger Herbst, rund 900 Liter und jeden Tag frisch. Der Erlös wird gespendet – in diesem Jahr für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region, erklärt Projektoffizier Rolf-Michael Wagner. Für 2,50 Euro wird fast jeder satt. Für Nimmersatte gibt’s schon mal einen Nachschlag. „Niemand soll hungrig nach Hause gehen“, sagt Hauptmann Wagner.

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erstellt am 29.Aug.2014 | 11:27 Uhr

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