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Künstler Gerrit Bekker mittendrin im Leben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Ich könnte anders sein. Mein Geist ist nicht von dieser Welt und auch nicht von einer anderen!“, fasste Gerrit Bekker zusammen, was die Besucher der ACO Wagenremise zuvor in dem Film „Variationen oder Vom Nutzen der Kunst“ selbst erkennen konnten. Der Film über den Maler und Schriftsteller, der viele Jahre in Rendsburg wirkte, stieß auf sehr großes Interesse: „Die ersten drei Reihen besetzt“ hätten Regisseur Karl Siebig schon glücklich gemacht. Aber weit über 150 Besucher waren gekommen.

Hatte Gerrit Bekker bisher wirklich nur „ein“ Leben gelebt? Wer den Film von Karl Siebig gesehen hat, kann das nur für den tabellarischen Teil bestätigen. Mental hat Gerrit Bekker mehrere Leben gelebt und ist mit 70 Jahren noch mittendrin. In knapp zwei Stunden zeigt der Film mit eindrucksvollen Groß- und Detailaufnahmen des Malers und Schriftstellers die Entwicklung dieses einzigartigen Künstlerlebens. In Originaltönen resümierten Bekker und Kenner des Künstlers.

Gerrit Bekkers Bilder („Bilder quatschen mich an: Mach mich fertig!“) als Ergebnis der Unübersichtlichkeit eines Lebens, in dem Erkenntnis und nicht Broterwerb im Vordergrund stehen. Dem Ausdruck auf seinen Bildern ordnet er alles unter. Dabei ist sein Wohnort Lindewitt in der Nähe Flensburgs hilfreich. „Hier ist nichts los. Das größte Abenteuer ist, wenn man beim Schwarzbrotessen auf einen Stein beißt!“

„Wenn ich etwas zu sagen hätte, wäre vieles anders. Ich habe aber nichts zu sagen!“ resümierte Gerrit Bekker zum Schluss erkennbar abgeklärt, auch etwas resigniert, über das aktuelle Weltgeschehen und verabschiedete sich mit „Ich wünsche Ihnen Glück und Frieden in Ihrer Umgebung!“

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erstellt am 28.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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