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Landeszeitung

18. August 2017 | 01:35 Uhr

Küchentresen statt Trampolin

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bildungsausschuss empfiehlt, Gelder für Mensa-Bau der Christian-Timm-Schule freizugeben

Die Christian-Timm-Schule in der Kieler Straße ist dem Bau ihrer Mensa einen Schritt nähergekommen: Der Bildungsausschuss empfahl dem Bauausschuss, den Sperrvermerk für die Finanzierung in Höhe von 750 000 Euro aufzuheben. Dieser war im November vom Bauausschuss verhängt worden. Einzelne Mitglieder hatten damals das Fehlen eines konkreten Nutzungskonzepts moniert. Zudem waren Finanzierungsfragen unbeantwortet geblieben.

Über die Notwendigkeit einer Mensa für die 656 Schüler waren sich alle Bildungsausschussmitglieder einig. Dennoch gab es Diskussionen, und zwar weil die Politiker mit der überarbeiteten Vorlage der Verwaltung nicht zufrieden waren. Kritik äußerten vor allem Peter Krone (Modernes Rendsburg), Maximilian Kecht und Felicity Staschewski (beide CDU). „Ich sehe kein Konzept, keinen Sparwillen und keine Gestaltung. Bevor man etwas baut, muss man alles beisammen haben“, erklärte Staschewski. Kecht pflichtete ihr bei. „Wir können keinen Beschluss fassen über etwas, von dem wir nicht wissen, wo das Schiff hingeht.“

Der Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Herbert Schauer, hielt dagegen: Sowohl der Bau- als auch der Bildungsausschuss hätten dem Umbau bereits 2012 zugestimmt. Er verwahrte sich gegen Vorwürfe, die Verwaltung habe nicht gut gearbeitet. Er erklärte, dass die Christian-Timm-Schule als Offene Ganztagsschule ein warmes Mittagessen gewährleisten müsse. Das Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde (BBZ) wolle die Mensa mitnutzen. Dafür würden die Schule 3375 Euro im Jahr zahlen. Die Verwaltung rechnet mit 50 Mittagessen, die täglich über den Mensatresen gehen. Demnach muss der Speisesaal 159 Quadratmeter groß sein. Zusätzlich wird eine 50 Quadratmeter große Küche gebraucht, die in den ehemaligen Umkleide- und Waschräumen der Sporthalle entstehen soll. Schauer wies darauf hin, dass die Stadt nicht für die Speisung der Schüler aufkomme, sondern für die Unterhaltung der Räume. Die Kinder zahlten ihr Essen selbst. Ein Caterer wird im Moment gesucht.

Konrektor Rolf Schwarz und Elternbeiratsvorsitzender Jörg Evers appellierten an den Ausschuss, sich für den Umbau einzusetzen. „Wir sind auf die Mensa angewiesen. Ansonsten wird unsere Schulentwicklung gebremst“, erklärte Schwarz. Evers hatte konkrete Vorschläge zur Betreibung parat. Die „Arbeitsgemeinschaft Ernährung“ könne sich einbringen: „Wir brauchen die Mensa, um nachmittags vernünftig arbeiten zu können.“

Nach 40-minütiger Diskussion stimmten fünf Mitglieder dafür, dem Bauausschuss die Aufhebung des Sperrvermerks zu empfehlen. Drei Mitglieder stimmten dagegen. Es gab zwei Enthaltungen. Wenn der Bauausschuss der Aufhebung in seiner nächsten Sitzung im März zustimmen sollte, wäre der Weg für den Bau der Mensa frei.

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erstellt am 30.Jan.2014 | 11:47 Uhr

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