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3. Handball-Liga der Frauen : Kropperinnen wollen aufs Siegertreppchen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 3. Handball-Liga der Frauen winkt Aufsteiger HSG Kropp-Tetenhusen am letzten Spieltag noch der Sprung auf Platz 2. Dafür ist ein Sieg gegen den VfL Oldenburg II nötig und ein Ausrutscher der TSG Wismar.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Wer hätte das gedacht? Am letzten Spieltag der 3. Handball-Liga der Frauen kämpft die HSG Kropp-Tetenhusen um die Vizemeisterschaft. Als Aufsteiger hatte man zu Saisonbeginn im September vergangenen Jahres das Ziel „Klassenerhalt“ ausgegeben, sieben Monate später winkt Platz 2 in der Abschlusstabelle. „Die Mannschaft hat eine sensationelle Entwicklung genommen. Dass wir bis zum Ende oben mitmischen, war nicht vorauszusehen“, sagt Trainer Thomas Carstensen vor dem letzten Spiel am Sonnabend gegen den VfL Oldenburg II. Der Anpfiff um 17 Uhr erfolgt in ungewohnter Umgebung. Die HSG empfängt die Bundesliga-Reserve des VfL in der neuen Owschlager Halle, da die heimische Geestlandhalle belegt ist.

Wollen die Kropperinnen, die vor dem Finale auf Rang 4 liegen, noch auf Platz 2 springen, müssen sie den punktgleichen VfL bezwingen und auf einen Ausrutscher des ebenfalls punktgleichen Tabellenzweiten TSG Wismar beim SV Henstedt-Ulzburg hoffen. „Die Vizemeisterschaft wäre natürlich die Krönung. Aber wir wollen zumindest aufs Siegertreppchen. Und das haben wir in der eigenen Hand“, so Carstensen. Und wie ernst es der Trainer mit diesem Ziel meint, zeigt, dass verdiente Spielerinnen, die nach der Fusion der HSG Kropp-Tetenhusen mit dem TSV Owschlag zur neuen Saison dem Verein nicht mehr zur Verfügung stehen, erst nach dem Abpfiff verabschiedet werden. Nichts soll die Konzentration auf die letzten 60 Minuten der Saison stören. Carstensen: „Ich möchte nicht, dass vor dem Anpfiff Tränen fließen und die Spielerinnen anschließend dann vielleicht nicht mehr so richtig bei der Sache sind.“ Denn mit dem VfL Oldenburg II kommt eine Mannschaft in die Owschlager Halle, gegen die sein Team „hundert Prozent“ bringen müsse. „Sonst haben wir keine Chance. Das haben wir im Hinspiel gesehen. 40 Minuten lang haben wir gut gespielt, dann haben einige strittige Schiedsrichterentscheidungen dazu geführt, dass wir unkonzentriert geworden sind. Und das hat Oldenburg sofort genutzt. Ich hoffe, wir machen es diesmal besser.“ Auf den Heimvorteil können die Kropperinnen allerdings nicht bauen. Carstensen: „Ich hoffe, dass ist kein Nachteil für uns.“

Doch, egal wie das Spiel am Sonnabend endet. Egal, ob die HSG-Frauen nun Zweiter, Dritter oder Vierter werden – gefeiert wird in jedem Fall. Zunächst vor der Halle mit den Fans, anschließend mannschaftsintern. „Das haben sich die Mädels redlich verdient. Diese Saison hat unglaublich viel Spaß gemacht. Die dritte Liga ist wegen ihrer Professionalität sehr reizvoll“, sagt Carstensen, für den es in der neuen Saison gleich zwei Ligen runter geht. Der Kropper (Noch)-Coach übernimmt bekanntlich die Männer der HSG Eider Harde in der SH-Liga. Carstensen: „Ich möchte mich mit einem Sieg verabschieden.“

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