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Handball-Oberliga : Kropperinnen gelingt die Revanche auch ohne Wachs

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gegen Aufsteiger THW Kiel feiert die HSG einen 26:23-Erfolg.

Diesmal machte es Oberligist HSG Kropp/Tetenhusen besser: Ließen die Handballerinnen im Hinspiel gegen Aufsteiger THW Kiel beim 26:26 noch einen Punkt liegen, durften sie jetzt zwei Zähler in ihre Sporttaschen packen. Der 26:23-Auswärtssieg kostete allerdings Kraft und einige Nerven. Nach 30 Minuten lag das Team von Trainerin Lena Leptien, die ohne ihren verhinderten Coaching-Partner Dirk Schlegel auskommen musste, mit 11:12 zurück. „Wir hatten Probleme mit den extrem langen Angriffen der Kielerinnen“, bilanzierte Leptien.

Die Gastgeberinnen versuchten es mit der „Einlull-Taktik“, zögerten – geduldet vom Schiedsrichtergespann – den Torwurf so lange heraus, bis es die Kropperinnen nicht mehr am eigenen Sechser hielt. So ergaben sich Lücken in der Gäste-Deckung, die die Zebra-Damen zu nutzen wussten. Der THW zog bis auf 10:6 weg, weil auch die Kropper Konter nicht funktionierten. Leptien: „Das haben die Kielerinnen taktisch klug gelöst. Wir kamen überhaupt nicht ins Tempospiel.“

Erst nach Wiederanpfiff drückte der Tabellenführer der Partie seinen Stempel auf. Gestützt auf die Leistung eines Trios drehten die Kropperinnen das Spiel. Die schon in der ersten Halbzeit eingewechselte Tatjana Cornehl lief zwischen den Pfosten zu großer Form auf, Imke Seidel zeigte viele gute Aktionen und die hochtalentierte Levke Rohwer, die per Doppelspielrecht auch für den TSV Owschlag in der 3. Liga auflaufen darf, erwies sich abermals als sichere Vollstreckerin. Mit einem 6:0-Lauf kam die HSG perfekt aus der Kabine. Plötzlich führte die Leptien-Truppe mit 17:12. Doch der THW gab sich noch nicht geschlagen. Fünf Minuten vor Ultimo beim Stand von 22:23 schnupperten die Gastgeberinnen wieder Morgenluft. Der Aufsteiger setzte alles auf eine Karte, öffnete seinen Abwehrverbund und versuchte es mit einer Manndeckung. Das falsche Mittel gegen ausgebuffte Kropperinnen, wie sich wenig später herausstellen sollte. Leptien: „So konnten wir den Sack zuschnüren.“

Zwei wesentliche Erkenntnisse hat der Spieltag für den Spitzenreiter gebracht. Zum einen hat sich mit dem TSV Wattenbek, der in Lübeck verlor, vermutlich ein weiterer Kandidat aus dem Titelrennen verabschiedet. Andererseits kann die Legende von Kropper Handballerinnen, die nicht anzutreten brauchen, sofern sie auf ihr geliebtes Wachs verzichten müssen, getrost begraben werden.

HSG Kropp/Tetenhusen: Maelzer (1.- 20.), Cornehl (ab 20.) – Pahl (5), Paul (1), Rohwer (8), Ohm, Krück (2), Seidel (6/2), Jörgensen (3), Jöns (1), Lübker.

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