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Handball, 3. Liga : Kropp triumphiert im letzten Derby

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Drittliga-Derby unterliegen die Handballerinnen des TSV Owschlag der HSG Kropp-Tetenhusen deutlich mit 18:28. Nach dem Abpfiff wurde die Fusion beider Teams offiziell besiegelt.

Es war das letzte Mal, dass sich die Drittliga-Handballerinnen des TSV Owschlag und der HSG Kropp-Tetenhusen in einem Punktspiel gegenüberstanden. Aufgrund der Fusion der beiden Vereine wird es Derbys wie das gestrige, das die HSG deutlich mit 28:18 (10:10) gewann, nicht mehr geben. Owschlags 2. Vorsitzender Jens Stolley fand allerdings schon vor dem Anpfiff die richtigen Worte. „Ich bin nicht wehmütig, der Blick geht voran! Ich freue mich auf die Zukunft und hoffe, dass diese Kulisse vielleicht bald jedes Mal die Heimkulisse sein wird“, sagte er mit Blick auf die vollbesetzte Owschlager Sporthalle.

Wie im Hinspiel platzte der Spielort aus allen Nähten und natürlich waren alle Spielerinnen gewillt, dieses letzte Aufeinandertreffen für sich zu entscheiden. Leider musste Owschlag arg dezimiert antreten, auf Spielmacherin Greta Stolley ebenso verzichten wie auf Nina Hofstetter. Franziska Peters hatte sich kurz zuvor krankgemeldet (Grippe) und konnte nur sporadisch eingreifen. Als dann auch noch Kreisläuferin Anita Ewert in der 19. Minute mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ausschied, fehlten Owschlag die Führungsspielerinnen.

Trotzdem hatte der TSV sich vorher von einem 0:4 (5.) zurück ins Spiel gekämpft, gestützt auf starke Paraden Mareike Witts im Owschlager Tor. „Wir haben nach dem guten Beginn angefangen nachzudenken und das ist immer schlecht beim Handball“, analysierte Kropps Trainer Thomas Carstensen. Beiden Teams gelang bis zur Pause nach dem 7:7 durch Jill Sievert (22.) wenig, doch Owschlag schaffte es, zwischenzeitlich mit 10:9 durch Sievert in Führung zu gehen, nachdem Franziska Peters ansehnlich von Rechtsaußen das 9:9 hergestellt hatte. „Ohne die drei Harrisleerinnen wäre Kropp ein Abstiegskandidat“, hatte Owschlags Trainer Rainer Peetz vor der Parte gesagt, und mit Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich zumindest, dass Sabrina Maier, Lena Schulz und Kristin Machau gute Handballerinnen sind. Sie sorgten dafür, dass Kropp sich bis zur 43. Minute auf 17:13 absetzte. Besonders ansehnlich: Maiers Dreher zum 14:12 (37.). „Ich bin froh, dass sie bei uns spielen, aber auch die anderen haben gut gespielt und Imke Seidel gut getroffen“, lobte Carstensen seine Spielerinnen, die immer weiter und uneinholbar über 22:15 (51.) auf 28:18 (60.) enteilten. Es war zwar schnell in der zweiten Hälfte zu erkennen, dass die dezimierten Owschlagerinnen nicht als Sieger die Halle verlassen würden, doch an Motivation mangelte es ihnen nicht. Immer wieder probierten sie ihr Bestes und ackerten gegen Kropps Deckung. Und wer weiß, wie die HSG damit umgegangen wäre, wenn die gewaltigen Würfe Jill Sieverts nicht so oft am Pfosten gelandet wären. „Wir hatten viel Pfostenpech und es gab auch einige ungleiche Schiedsrichterentscheidungen. Ich fand es sensationell, wie wir Kropp vorgeführt haben, das war peinlich für den Favoriten. Ohne die Stammspielerinnen war es sehr schwer, deshalb finde ich, dass es meine 18- und 19-jährigen Spielerinnen sehr gut gemacht haben“, lobte Peetz nach der Zehn-Tore-Niederlage, dem die Ausbeute von nur acht Toren in der zweiten Hälfte nicht zu wenig war. „Das ist völlig okay“, so der Trainer, bevor die nun ehemals konkurrierenden Vereine sich in einem offiziellen Akt per Unterschrift gegenseitig aneinanderbanden. Vorbei ist die Zeit der Derbys. Oder um es mit Jens Stolley zu sagen: Auf in eine gemeinsame Zukunft!

TSV Owschlag: Witt, Fasold – Ewert (1), Sievert (5/2), Trceziok (3), K. Rohwer (2), Meenke, H. Rohwer (1), Herklotz (2), Stachowski, Lyke (2), Peters (2), Küppers, Zadow.
HSG Kropp-Tetenhusen: Lobstaedt, Sacher – Seidel (5/2), Jörgensen (1), Börnsen (1), Maier (5), Ohm (1), Schulz (5), Rohwer, Krück (1), Pahl (4), Hansen (1), Lübker, Machau (4/1).

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