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Handball, 3. Liga : Kropp-Tetenhusen verschenkt im Derby einen Kantersieg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach einer 30:17-Führung siegt die HSG nur mit 32:25 gegen den TSV Nord Harrislee.

Am Ende waren sie in Kropp fast ein bisschen enttäuscht, dass der Sieg nur mit sieben Toren Unterschied ausfiel. Sieben Minuten vor dem Abpfiff führten die Drittliga-Handballerinnen der HSG Kropp-Tetenhusen noch mit 30:17 gegen den TSV Nord Harrislee. Dass letztlich doch „nur“ ein 32:25 (17:13)-Heimsieg heraussprang, ließ einen winzigen Schatten auf den siebten Saisonerfolg werfen. „Wir haben tatsächlich ein besseres Ergebnis verschenkt. Darüber müssen wir im Training noch einmal reden“, sagte Trainer Thomas Carstensen durchaus ernsthaft.

Ja, so ist das mit den Ansprüchen beim Aufsteiger: Sie steigen mit jedem Sieg. Dem Coach ist jedoch bewusst, dass es sich dabei um Klagen auf hohem Niveau handelt. 16 Pluspunkte hat sein Team jetzt schon auf der hohen Kante, gehört als Tabellenzweiter zur Spitzengruppe der Liga. Hätte jemand vor Saisonbeginn behauptet, die HSG besiegt am neunten Spieltag Zweitliga-Absteiger Harrislee mit sieben Toren Differenz und bleibt damit ungeschlagen, den hätte Thomas Carstensen wohl für unzurechnungsfähig erklärt.

So schnell kann sich die Situation ändern. Die neuen Ziele der HSG lauten: Auch die kommenden drei Partien gegen den SV Henstedt-Ulzburg, den MTV Altlandsberg und SV Grün-Weiß Schwerin wollen Carstensen und seine Mannschaft unbedingt gewinnen. Wünsche, die sie vor ein paar Wochen öffentlich so offensiv nicht geäußert hätten. Doch die Leistungen geben ihnen recht. Nach leichten Problemen am Anfang kam der Kropper Express auch gegen Harrislee ins Rollen. Gestützt auf eine starke Defensive mit einer guten Keeperin Femke Lobstädt dahinter zog die HSG unaufhörlich davon.

Die sage und schreibe 450 Fans in der Geestlandhalle waren schier aus dem Häuschen. Lob hatte Thomas Carstensen neben Lobstädt für drei Spielerinnen über, die nicht immer im Vordergrund stehen. Die beiden Kreisläuferinnen Svenja Pahl und Caja Lübker ackerten viel und auch Rechtsaußen Inra Krück bot sich für künftige Aufgaben an. Nach dem Seitenwechsel gab der Coach vielen Spielerinnen aus der zweiten Garde die Chance. Bis auf die finalen fünf Minuten machten sie ihre Sache wirklich gut. Nur am Ende fingen sich die Gastgeberinnen so manchen unnötigen Konter ein. Carstensen: „Auch wenn mir der Schluss nicht gefallen hat, war es insgesamt eine gute Teamleistung.“

Ist die Mannschaft nun so stark oder sind die Gegner vielleicht doch schwächer als gedacht? Carstensen: „Wir spielen auf hohem Niveau. Großes Kompliment an meine Spielerinnen. Aber manchmal wundere ich mich schon, dass unsere Gegner nicht mehr Widerstand leisten.“

HSG Kropp-Tetenhusen: Sacher (1.), Lobstädt (ab 31.) – Pahl (4), Jörgensen (2), Seidel (4/1), Lübker (3), Maier (3), Schulz (1), Machau (8/3), Börnsen (2), Hansen (1), Ohm (1), Rohwer, Krück (3).

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