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Radsport : Krönender Abschluss einer erfolgreichen Saison

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Manfred Bartsch Schleswig-Holsteins Radsportler des Jahres 2014.

Der Andrang im Bürgerhaus in Kaltenkirchen war groß. Der Radsportverband Schleswig-Holstein hatte zu seinem traditionellen Tag der Meister geladen, an dem der Verband seinen Besten des abgelaufenen Jahres die Ehre erweist, die sie verdienen. Höhepunkt des Abends war die Wahl zu Schleswig-Holsteins Radsportler des Jahres. Die fiel diesmal auf Manfred Bartsch von der SG Athletico Büdelsdorf.

Mit großer Mehrheit wählte eine aus Mitgliedern des Verbands zusammengesetzte Jury den 61-Jährigen vor den ebenfalls nominierten Thomas Lange (RST Lübeck) und Peter Kiesau (SV Schleswig). „Das ist eine große Auszeichnung, denn ich hatte sie ja nicht in eigener Hand wie sonst auf der Rennstrecke“, erklärt Bartsch. Mit Fug und Recht ging die Auszeichnung an den Radsportler des SG Athletico Büdelsdorf, denn neben den Titeln des Nordmeisters auf der Straße und des Landesmeisters im Cyclo-Cross, war er auch im bundesweiten Vergleich mit den Besten erfolgreich und wurde Deutscher Vizemeister im Cyclo-Cross. „Ich kann schon sagen, dass es sportlich mein erfolgreichstes Jahr war“, so Bartsch. Zudem zeichnet er als Spartenleiter bei seiner SG Athletico dafür verantwortlich, dass sich in Büdelsdorf inzwischen über 180 Mitglieder aufs Rad schwingen. „Wir sind der größte Radsport-Verein in Schleswig-Holstein“, sagt Bartsch nicht ohne Stolz. Viele seiner Teamkameraden sind regelmäßig beim Rennen „Rund um Ascheffel“ am Start. Auch hier hat Bartsch als Mitorganisator seine Finger im Spiel. Vom Sattel steigen möchte Bartsch indes noch nicht – im Gegenteil: „Ich würde schon gerne noch einmal Deutscher Meister werden.“ Allerdings schätzt er die Chancen dafür eher gering ein. „Wenn es nicht klappen sollte, geht die Welt für mich auch nicht unter“, sagt er gelassen.

Neben Bartsch ehrte der Verband eine Vielzahl weiterer Meister, aber auch zwei Männer, deren Engagement die rein sportliche Leistung noch übertrifft. Gerd-Arthur Kaluschke-Peter und Stefan Landtau von der RSG Mittelpunkt Nortorf erhielten die Ehrennadel. Das Duo hatte das „Race across Amercia“ bestritten. Dabei fahren die Teilnehmer einmal quer durch die Vereinigen Staaten. Das Nortorfer Duo ließ die 4860 Kilometer in 8 Tagen, 19 Stunden und 40 Minuten hinter sich. Sie waren damit die ersten Mitglieder des Schleswig-Holsteinischen Radsportverbandes, die diese unglaubliche Leistung vollbrachten. Die Ehrennadel bekamen sie allerdings für ein anderes Engagement ans Revers gesteckt. Inklusion erschien im Radsport bisher nur schwer umsetzbar. Kaluschke-Peter und Landtau aber hoben das „Race across Schleswig-Holstein“ aus der Taufe. Zum zweiten Mal fuhren dabei Menschen mit Behinderung in Begleitung von Betreuern von der Westküste (Husum) an die Ostseeküste (Eckernförde). Für die dritte Auflage laufen die Planungen bereits auf Hochtouren, und sie soll sogar noch weiter ausgebaut werde. Mit der gelungenen Veranstaltung erbrachte der Verband den Nachweis, dass seine Mitglieder im Jahr 2014 nicht nur überaus aktiv, sondern zudem sehr erfolgreich waren – und das soll auch in der laufenden Saison so bleiben.

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erstellt am 13.Feb.2015 | 06:30 Uhr

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