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Ruder-Weltmeisterschaft : Kroaten zu stark für Schoof und Co.

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Deutsche Doppelvierer wird bei der Ruder-WM in Südkorea Zweiter. Das beste Rennen der Saison reicht nicht zum Titel.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 00:33 Uhr

So richtig wollte sich die Freude bei den Ruderern des deutschen Doppelvierers nicht einstellen. Nach dem Finale bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju waren sie sich unschlüssig. Hatten sie nun WM-Silber gewonnen oder WM-Gold verloren? In einem packenden Rennen mussten sie sich dem Topfavoriten Kroatien geschlagen geben – wie schon zweimal zuvor im Weltcup. „Vize-Weltmeister ist schon was, aber natürlich hätten wir gerne den Titel geholt. Vor allem, weil er uns allen noch fehlt“, meinte der Rendsburger Lauritz Schoof.

Vor zwei Jahren hatte das deutsche Quartett durch einen Fehler Schoofs kurz vor dem Ziel die sichere Goldmedaille noch aus den Händen gegeben und war hinter Australien Zweiter geworden. Diesmal blieben sie bis zum letzten Schlag konzentriert, doch wieder hatte es nicht zum Titel gereicht. „Das Boot ist nicht so gut gestartet und war auf den ersten fünfhundert Metern etwas zu langsam, um die Kroaten gefährden zu können. Auf den letzten fünfhundert Metern dagegen ist der Doppelvierer sehr stark gefahren und hat sich mit der Silbermedaille belohnt“, analysierte Bundestrainer Marcus Schwarzrock das Rennen.

Von Beginn an lagen die Kroaten in Front. Mit kräftigen Schlägen setzte sich der Favorit schon auf den ersten Metern ab. Nach 500 Metern hatte das kroatische Boot bereits eine halbe Länge Vorsprung auf das deutsche Boot. Mitte des Rennens erhöhte der deutsche Schlagmann Tim Grohmann (Dresden) die Frequenz. Das Quartett des Deutschen Ruderverbandes (DRV) schob sich ein Stück näher ran, doch dann konterten die Kroaten, setzten ihrerseits einen Zwischenspurt und fuhren wieder davon. Am Ende hatten die Männer vom Balkan fast eine Sekunde Vorsprung auf Schoof und Co., die ihrerseits auf den letzten Metern noch von den Briten bedrängt wurden, den Angriff aber erfolgreich abwehrten. „Es war der erwartete Fight mit Kroatien und Großbritannien. Kroatien hatte heute die bessere Tagesform. Es war unser bestes Rennen in diesem Jahr und für das wenige Training ist das Ergebnis in Ordnung“, meinte Bootstrainer Egbert Schweibe. So ganz wollte sich Grohmann damit aber nicht zufrieden geben: „Mir gibt dieses Rennen Ansporn für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.“

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