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Fussball : Krise in Lütjenwestedt erreicht neuen Tiefpunkt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV Gut-Heil kassiert in der Fußball-Kreisliga RD-ECK die sechste Niederlage im sechsten Spiel. Am Ende des Artikels ist ihre Meinung gefragt.

Quo vadis TSV GH Lütjenwestedt? Bei der neuerlichen 1:6-Heimpleite gegen den Eckernförder SV II kassierte die Elf von Carsten Lähn bereits die Gegentreffer 24 bis 29. So langsam wird es Zeit, dass die Lütjenwestedter wieder positive Schlagzeilen schreiben. Auch in Jevenstedt suchen sie ihre Form. Nach dem Trainerwechsel gab es die dritte Niederlage in Folge. Im Hoch befindet sich weiter Aufsteiger Borussia 93 Rendsburg, der gegen Osterby den nächsten Sieg feierte.
 

TSV Waabs – TuS Rotenhof 2:3 (0:1)

Trotz zahlreicher Ausfälle auf Seiten der Heimmannschaft gestaltete sich das Spiel über weite Strecken ausgeglichen. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, aber konnten daraus nur wenig Profit schlagen. „Die Mannschaft, die auf dem Platz war, hat das gut gemacht“, lobte TSV-Coach Matthias Daniel seine Elf. Trotz des Rückstandes zur Halbzeit kam der Gastgeber nach dem Wiederanpfiff besser aus der Kabine und drehte zunächst das Spiel verdient. Erst war es der agile Henrik Schmidt, der zum Ausgleich traf (49.), ehe Jan-Ole Jürgensen die Führung erzielte (78.). „Am Ende haben uns einfach die Kräfte gefehlt. So eine Niederlage ist immer besonders ärgerlich“, sprach Daniel die zwei späten Rotenhöfer Treffer an.

Tore: 0:1 Dennis Schulz (35.), 1:1 Henrik Schmidt (49.), 2:1 Jan-Ole Jürgensen (78.), 2:2 Tobias Skoruppa (85.), 2:3 Thorben Trost (90.)
Bes. Vork.: Andre Figge hält Foulelfmeter von Alexander Ermeling (82., TuS).
 

TSV Gut-Heil Lütjenwestedt – Eckernförder SV II 1:6 (0:2)

Trotz des guten Beginns musste sich der TSV Gut-Heil Lütjenwestedt auch dem ESV II geschlagen geben und bleibt weiter ohne Punktgewinn Tabellenletzter. „In der Anfangsphase konnten wir uns bei unserem Keeper bedanken, dass wir nicht früh in Rückstand geraten sind. Nach der Führung haben wir dann besser in das Spiel gefunden und die Kontrolle über die Partie gewonnen“, so ESV-Coach Töns Dohrn. Dabei blieb es auch bis zum Ende, und der Aufsteiger gewann in der Höhe verdient mit 6:1. „Es macht jetzt den Eindruck, als hat sich der TSV dem Schicksal ergeben, doch das war bis zum Ende nicht der Fall.“

Tore: 0:1 Christoph Petersen (16.), 0:2 Jenrik Christensen (24.), 0:3 Petersen (55.), 0:4 Christensen (61.), 1:4 Bennet Pöhls (72.), 1:5 Aydin Demir (87.), 1:6 Christensen (90.)
Gelb-Rote Karten: Arne Rühmann und Till Rosenberg-Lakatsch (beide TSV) wegen Meckern (81.).
 

TuS Jevenstedt – SG Felde/Stampe 1:2 (0:0)

Auch nach dem Trainerwechsel kehrte der Erfolg nicht an die Jevenau zurück. Der Favorit verlor gegen die SG Felde/Stampe mit 1:2. „Wir hätten eigentlich zur Pause führen müssen. Trotz der Überlegenheit ist das aber immer noch nicht der Fußball, den wir zeigen können“, sagte der neue TuS-Coach Helge Becker. Nach dem Wiederanpfiff wurde die SG immer besser und erspielte sich eine Vielzahl von guten Möglichkeiten. „Die Felder waren in dieser Phase einfach bissiger und aggressiver als wir, haben uns so den Schneid abgekauft und am Ende verdient gewonnen“, gab Becker fairerweise zu.

Tore: 0:1 Mako Bonik (50.), 1:1 Timo Klug (56.), 1:2 Markus Schuster (62.).
 

TSV Vineta Audorf – TSV Karby 0:1 (0:1)

Kein gutes Haar ließ Heim-Trainer Norman Bock an der Schiedsrichterleistung von Sven Lüdtke. „Was er heute gepfiffen hat, war mal wieder nicht kreisligareif. Ich möchte nicht sagen, dass er parteiisch gepfiffen hat, sondern auf beiden Seiten einfach desolat schlecht.“ Von beiden Mannschaften kam in der zerfahrenen Partie nur wenig nach vorne und es entwickelte sich eine ereignislose Begegnung. „Karby hat nach dem frühen Tor mit Mann und Maus verteidigt und uns so das Leben schwer gemacht“, so Bock. Auch in der zweiten Halbzeit kam spielerisch kaum etwas zustande und Schiedsrichter Lüdtke, der drei Gelb-Rote-Karten in 25 Minuten verteilte, stand weiter im Mittelpunkt. „Besonders ärgert mich an der Schiedsrichterleistung, dass am nächsten Spieltag jetzt drei von meinen Stammkräften unnötigerweise fehlen.“

Tor: 0:1 Tim Pommerening (10.).

Gelb-Rote Karten: Mark Martjanow (62.), Jens Ehlers (67.) und Ayendi Perez (87.) wegen wiederholten Foulspiels (alle Audorf).
 

Borussia 93 Rendsburg – Osterbyer SV 2:1 (1:1)

Ein gutes Kreisligaspiel bekamen die Zuschauer am Nobiskrug geboten. Gerade die starke Anfangsphase der Borussia brachte Trainer Dirk Fischöder ins Schwärmen: „Da haben wir alles richtig gemacht und genau das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Das 1:0 war zu dem Zeitpunkt hoch verdient.“ Danach wurde die Partie ausgeglichener und beide Teams kamen zu Möglichkeiten. Mit dem Halbzeitpfiff war es OSV-Stürmer Lasse Retza, der eine seiner wenigen Torchancen eiskalt verwertete. Fischoeder: „Ein besonderes Lob an Rene Naetebusch, der Retza fast 90 Minuten aus dem Spiel genommen hat.“ Nach dem Wiederanpfiff wurde der Favorit aus Osterby dann immer stärker, verpasste es aber die Führung zu erzielen. Borussia-Angreifer Benjamin Kohlmorgen machte es besser und brachte den Ball kurz vorm Ende im Gehäuse der Gäste unter (86.).

Tore: 1:0 Alexander Naetebusch (12.), 1:1 Lasse Retza (45.), 2:1 Benjamin Kohlmorgen (86.).
 

Osdorfer SV – TuS Bargstedt 0:6 (0:3)

„Über die gesamte Partie lief bei uns einfach nichts zusammen“, so OSV-Trainer Jens-Uwe Lorenzen nach dem Schlusspfiff. „Wir haben es den Gästen zu leicht gemacht, zu Toren zu kommen. Bargstedt war gar nicht mal so überragend, wir waren einfach schlecht.“ Von Anfang an übernahm der TuS Bargstedt die Kontrolle über die Partie und nutzte die Chancen, die sich ihnen boten, eiskalt aus. Bereits zur Halbzeitpause hieß es 3:0 und es war anschließend ein Leichtes für die Gäste, noch auf 6:0 zu erhöhen und das halbe Dutzend voll zu machen.

Tore: 0:1 Mathis Döring (18.), 0:2, 0:3 Lars Uwe Schrumm (25., 45.), 0:4 Sascha Delfs (48.), 0:5, 0:6 Thorben Dibbern (59., 66.).
 

Osterrönfelder TSV II – 1. FC Schinkel 1:2 (0:1)

Eine gute Leistung lieferte der noch punktlose OTSV II gegen den großen Favoriten aus Schinkel ab. Über die gesamten 90 Minuten hatten die Gäste zwar mehr Ballbesitz, konnten diesen aber nur selten in gute Torchancen ummünzen. So war es kaum verwunderlich, dass die Führung durch einen Freistoß fiel. „Nach dem Wiederanpfiff hatten wir die besseren Möglichkeiten, haben den Ball aber nicht im Tor untergebracht“, so OTSV-Trainer Mathias Klein. Mitten in der Drangphase der Gastgeber erzielte der Tabellenführer das vorentscheidende 2:0. Das 2:1 in der Nachspielzeit kam zu spät. „Ich muss ein Lob an meine Mannschaft aussprechen, wir haben heute wirklich ein super Spiel gezeigt. In den nächsten Wochen müssen wir uns jetzt aber auch mal mit Punkten belohnen“, so Klein.

Tore: 0:1 Ardian Stublla (18.), 0:2 Dennis Akkus (73.), 1:2 Marc Rengers (90.).


Schafft der TSV Gut-Heil Lütjenwestedt in der Fußball-Kreisliga die Trendwende?

Ja, die Mannschaft wird bald wieder in die Erfolgsspur finden und am Ende die Klasse halten.
46 Stimmen
40,7%
Nein, in Lütjenwestedt müssen sich sie mit dem Abstieg in die Kreisklasse anfreunden.
67 Stimmen
59,3%
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erstellt am 08.Sep.2013 | 19:55 Uhr

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