Fussball : Kreispokal: Torflut in Eckernförde, Kartenflut in Schinkel

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Während es in Eckernförde beim 18:0-Kantersieg des ESV über den FSV Friedrichsholm Tore im Fünf-Minuten-Takt gab, zückte Schiedsrichter Christopher Otte bei der zweiten Partie im Fußball-Kreispokal in Schinkel 14 Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten.

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24. Juli 2014, 06:00 Uhr

Während es in Eckernförde beim 18:0-Kantersieg des ESV über den FSV Friedrichsholm Tore im Fünf-Minuten-Takt gab, bekam der Schiedsrichter Christopher Otte bei der zweiten Partie im Fußball-Kreispokal am Dienstagabend einen lahmen Arm. Er musste insgesamt 16 Mal in seine Tasche greifen, um an die Spieler aus Schinkel und Bargstedt 14 Gelbe- und zwei Gelb-Rote Karten zu verteilen. In diesem hitzigen Spiel zweier ambitionierter Kreisligisten setzte sich am Ende der Gast aus Bargstedt mit 2:1 durch.

Eckernförder SV – FSV Friedrichsholm 18:0 (6:0)

Nachdem der ESV die Gäste in den ersten 45 Minuten mürbe gespielt und auch bis zur Pause schon eine 6:0-Führung herausgeschossen hatte, fielen nach dem Seitenwechsel noch einmal doppelt so viele Tore gegen völlig überforderte Gäste, denen vor der Pause nicht ein einziger Schuss auf das von Sven Steingräber gehütete Tor gelang. Die ständig rochierenden Victor Buchholz und Nicolas Lietz, der an fast allen Toren des ersten Abschnitts mitwirkte, waren die herausragenden Spieler. Jenrik Christensen stellte ebenfalls seine Torgefährlichkeit unter Beweis, übersah mitunter allerdings auch den besser postierten Mitspieler. Friedrichsholms Marco Thiedemann blickte bereits nach dem 0:3 flehentlich zur Bank: „Leute, wie lange noch. Ich bin total am Ende!“ Er sollte in der Folge noch 15(!) weitere Gegentore miterleben.

Tore: 1:0 Ewert (8.), 2:0 Buchholz (12.), 3:0, 4:0 Christensen (27., 35.), 5:0 Lietz (36.), 6:0 Buchholz (41.), 7:0 Moor (47.), 8:0 Lietz (49.), 9:0 Moor (53.), 10:0, 11:0 Buchholz (55., 58.), 12:0 Moor (60.), 13:0 Kranz (70.), 14:0 Buchholz (73.), 15:0 Matthiesen (79.), 16:0 Kranz (82.), 17:0 Buchholz (85.), 18:0 Lietz (89.).

1. FC Schinkel – TuS Bargstedt 1:2 (0:1)
Auch wenn Schiedsrichter Christopher Otte insgesamt 16 Karten verteilte, so sprach Schinkels Trainer Lars Dubau trotzdem von einem normalen Spiel. „Es war weder unfair noch überhart. Auch der Schiedsrichter war nicht schlecht. Er hat halt seine Linie konsequent durchgezogen.“ Und das bedeutete viele Karten für taktische Fouls im Mittelfeld. Das Spiel gestaltete sich komplett anders, als es das Ergebnis vermuten lässt. Nicht die siegreichen Gäste aus Bargstedt bestimmten die Partie oder hatten die besseren Torchancen, sondern der 1. FC Schinkel. „Wir waren halt effektiver“, freute sich TuS-Trainer Frank Wolter über den Prestigeerfolg beim Ligarivalen und Meisterschaftsfavoriten. Jan Streubichen brachte die Gäste früh in Führung (9.). Als Bargstedts Kai-Christian Schrum in der 47. Minute nach Gelb-Roter Karte (wiederholtes Foulspiel) vom Platz musste und Schinkels Rafael Bock nur eine Minute später das 1:1 erzielte, drohte die Partie zu kippen. Doch die Gastgeber betrieben weiter Chancenwucher, während Streubichen in der 66. Minute erneut zuschlug und den 2:1-Siegtreffer markierte. Wolter: „Ich freue mich für Jan, weil er so lange verletzt war.“
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