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Bester Ausblick : Kreishafen-Betreiber plant Stellplätze für Wohnmobile

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises will Fläche unterhalb der Hochbrücke touristisch nutzen.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 09:18 Uhr

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde (WFG) will den Wohnmobil-Tourismus in Rendsburg ankurbeln. Der Betreiber des Kreishafens will auf der asphaltierten Freifläche unterhalb der Eisenbahnhochbrücke Stellplätze für die rollenden Eigenheime anlegen. Entsprechende Gedankenspiele bestätigte WFG-Geschäftsführer Kai Lass jetzt der Landeszeitung. „Wir sind konkret am überlegen, wie wir die Fläche kommerziell nutzen können.“

Das etwa Fußballfeld-große Areal mit freiem Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal zählt zwar zum Kreishafen. Es liegt jedoch außerhalb des Bereichs der Verladeanlagen und ist auch nicht den strengen Sicherheitsbestimmungen für Binnenhäfen unterworfen. Nur für den Ruder-Marathon der Achter im Frühherbst und für Heringsmärkte wurde es bislang mit offizieller Genehmigung genutzt. Geduldet werden Autofahrer, die den Platz zum Schiffe-Gucken ansteuern. Beim Abbau der Schwebefähre vor zwei Wochen parkten zeitweise mehr als 50 Autos auf dem Plateau, das nur durch einen Grünstreifen vom Kanalufer getrennt wird. Störende Bäume und Sträucher gibt es nicht.

Perfekte Bedingungen also für „Womo“-Urlauber. Ihre Zahl hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Im mittleren Schleswig-Holstein gibt es derzeit drei Anlaufpunkte direkt am Kanal. Sehestedt, Schacht-Audorf und Schachtholm profitieren vom bundesweiten Aufschwung der Reisemobile. Die insgesamt knapp 100 Stellplätze am Kanal sind nicht nur in den Sommermonaten häufig ausgebucht. Der Wohnmobilpark in Schacht-Audorf soll nach den Plänen der Gemeinde deshalb erweitert werden. Und auch in Osterrönfeld gibt es bereits ein konkretes Bauvorhaben. Auf einer Fläche am Kanal-Café sollen terrassenförmig in drei Reihen Stellplätze für 36 Wohnmobile entstehen. In Rendsburg gibt es bislang nur den Wohnmobilhafen an der Untereider. Neben dem Schwimmzentrum wurden 40 Parzellen angelegt. Man wolle dieser Anlage keine Konkurrenz machen, betonte Kai Lass. „Die Stellplätze am Kreishafen sprechen eine ganz andere Zielgruppe an.“ Sie vermittelten „Industriecharme“. Für den Raum Rendsburg könnten sie zu einem „Alleinstellungsmerkmal“ werden. Nach seinen Worten sollen die Stellplätze so angelegt werden, dass sie für große Veranstaltungen leicht zurückgebaut werden können, so der oberste Wirtschaftsförderer der Region Rendsburg. Man wolle Veranstaltungen wie den Ruder-Marathon auf jeden Fall weiter unterstützen.

Wie viele Stellplätze mit Industriehafen-Flair möglich sind, soll jetzt in Gesprächen mit der Stadt Rendsburg und mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung erörtert werden. Auch die Feuerwehr ist mit einzubeziehen. Wie Lass mitteilte, müssen auch große Rettungsfahrzeuge weiter ungehindert den Fuß der Eisenbahnhochbrücke erreichen können.

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