Rendsburg-Eckernförde : Kreisgebäude verbrauchen Energie für 790.000 Euro

Das Kreishaus an der Kaiserstraße 8 stößt aufgrund seiner Größe am meisten Kohlendioxid aus.
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Das Kreishaus an der Kaiserstraße 8 stößt aufgrund seiner Größe am meisten Kohlendioxid aus.

Trotz sinkenden Verbrauchs steigen die jährlichen Kosten für die 33 Liegenschaften des Kreises.

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23. Juni 2014, 15:26 Uhr

Der Energie- und Wasserverbrauch in den Gebäuden des Kreises Rendsburg-Eckernförde sinkt seit Jahren kontinuierlich. Fast genauso stetig sind die Kosten gestiegen, die der Kreis dafür bezahlt. Das zeigt der Energiebericht, der jetzt vorgelegt wurde. Im vergangenen Jahr fielen Kosten von fast 788 000 Euro an.

Vor zehn Jahren kosteten Strom, Wärme und Wasser noch 330 000 Euro weniger: 2003 stand ein Betrag von gut 457 000 Euro auf der Rechnung. Wie jeder andere Haushalt ist auch der Kreis von der Preisentwicklung abhängig: „Die Kostensteigerungen sind überwiegend auf die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen“, erklärte Hans-Joachim Paulsen, Leiter des Fachdienstes Gebäudemanagement. Das schlägt besonders beim Heizen zu Buche: Dem Bericht zufolge ist der Bezugspreis für Heizöl seit 2002 um 150 Prozent und für Erdgas um 55 Prozent gestiegen. Der Verbrauch der Kreisliegenschaften ist in dieser Zeit jedoch gesunken oder nahezu gleich geblieben: Während 2002 noch 7827 Megawattstunden Heizenergie verbraucht wurden, waren es im vergangenen Jahr 5976 Megawattstunden. Der Rückgang ist dem Bericht zufolge vor allem auf die Sanierungen der Gebäude zurückzuführen. In erster Linie neue Fenster und Dämmungen trugen in den 33 Gebäuden mit insgesamt fast 90 000 Quadratmetern Fläche dazu bei. Der Wasserverbrauch ging von 12 358 Kubikmetern im Jahr 2002 auf 10 308 Kubikmeter 2013 zurück. Das entspricht 10,3 Millionen Litern. Nur der Stromverbrauch nahm seit 2002 um einhundert auf 1368 Megawattstunden zu.

Die Kreisverwaltung hat auch die Kohlendioxid-Emissionen ihrer Liegenschaften ermittelt. Demnach stößt das Kreishaus mit rund 500 Tonnen pro Jahr am meisten aus. Zusammen mit dem Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal erzeugt es etwa 45 Prozent der gesamten Emissionen. „Im Vergleich zu 2012 hat sich dieser Wert jedoch um 22 Prozent reduziert“, steht in dem Bericht. „Die Gebäude sind mit 17 786 und 14 073 Quadratmetern Bruttogeschossfläche die flächenmäßig größten Liegenschaften des Kreises. Dementsprechend ist der Energieverbrauch hier deutlich höher“, sagte Hans-Joachim Paulsen. Das Einsparpotenzial ist laut dem Bericht durch die stetige energetische Sanierung jedoch groß. Insgesamt beträgt der Kohlendioxid-Ausstoß aller Gebäude des Kreises 2322 Tonnen. Gegenüber 2002 ist er damit von 2505 Tonnen um 7,5 Prozent gesunken. Ein Tiefstwert ist mit 1954 Tonnen bereits 2010 erreicht worden. Seitdem ist der Ausstoß wieder gestiegen. Hans-Joachim Paulsen erklärte, dass es ein grundsätzliches Ziel sei, weniger Kohlendioxid zu produzieren. „Wenn dabei auch noch Kosten gespart werden, ist die Maßnahme umso effektiver.“ Investitionen für Sanierungen werden ihm zufolge jedoch nicht an die Einsparung von Energiekosten gekoppelt.

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