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Kreisbrandmeister: „In einigen Gemeinden ist die Grenze erreicht“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kreisbrandmeister Mathias Schütte spricht mit Blick auf 2013 von einem der „arbeitsintensivsten Jahre seit langer Zeit“. Darüber redete er mit der Landeszeitung.

Herr Schütte, so viele Einsätze hatten die Feuerwehren im Kreis lange nicht – stoßen sie an ihre Grenzen?

Für einige Gemeinden muss ich ganz klar sagen: Ja, dort ist die Grenze sowohl für die Kameraden als auch für die Arbeitgeber erreicht. Etwa in Rendsburg mit 666 Einsätzen. Da sind die Gemeinden als Träger gefordert, an Lösungen mitzuarbeiten. Es gibt bereits Ansätze, dass Gemeinde-Mitarbeiter an den Dienst herangeführt werden. Einen Zwang kann es dabei natürlich nicht geben.

Personal ist also weiterhin gefragt. Viele Arbeitnehmer kommen heute nicht mehr aus technischen Berufen. Können Sie die trotzdem gebrauchen?

Auf jeden Fall. Unsere Grundausbildung über 70 Stunden vermittelt das notwendige Know-how, dazu gibt es Fachausbildungen. Zudem bildet jede Wehr vor Ort aus.

Bei der Jahresversammlung sagten Sie, dass Sie sich manchmal mehr Respekt wünschen. Wie meinen Sie das?

In manchen Gemeindevertretersitzungen wird leichtfertig über die Auflösung der örtlichen Feuerwehr diskutiert. Viele wissen dabei nicht, dass die Gemeinde den Brandschutz vorhalten muss. 2013 wurde das Thema ein paar Mal angesprochen, ohne dass der Wehrführer etwas davon wusste. Ich plädiere dafür, dass wir vernünftig miteinander umgehen und erst miteinander sprechen, bevor solche Pläne öffentlich werden.

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erstellt am 25.Feb.2014 | 14:31 Uhr

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