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Runder Tisch : Kreis will weniger Knies um Kies

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Unternehmen aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde trafen sich zum Gedankenaustausch mit der Unteren Naturschutzbehörde. In Zukunft soll der Kiesabbau besser geplant werden, auch um Streitigkeiten in den Gemeinden zu vermeiden.

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erstellt am 07.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Insgesamt 63 Kies-Abbauflächen sind im Kreisgebiet verzeichnet. Ziemlich viele, für Rendsburg-Eckernförde, „allerdings müssen wir stark nach vorne blicken“, sagt Knud Torsten Arp, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde (UNB). Denn der Rohstoff ist endlich und viele der Flächen seien schon weit fortgeschritten abgebaut, betontArp. Daher wolle man in naher Zukunft die Kiesbetreiber im Kreis Rendsburg-Eckernförde anschreiben und dazu auffordern, einen Bericht über die Restvorkommnisse und vor allem auch die Qualität des Kieses zu erstellen. „Damit auch wir einen Überblick haben, wie viel eigentlich noch da ist“, erklärt Knud Torsten Arp.

Gestern kamen Kieswerkbetreiber aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde der Einladung des Kreises nach, sich gemeinsam mit Knud Torsten Arp an einen runden Tisch zu setzen. „Kies ist ein sehr wichtiges Thema und wir wollten einfach mal die Chance nutzen, uns gemeinsam mit dem Betreibern auszutauschen“, erklärt Arp. Diese Art der Zusammenkunft wolle man künftig regelmäßig abhalten, um mögliche Reibungspunkte aus dem Weg zu räumen und Fragen und Anregungen gemeinsam zu besprechen. Des Weiteren warnt Arp davor, mögliche Fristabläufe rechtzeitig zu berücksichtigen. Kieswerkbetreiber könnten oft auch nach Fristablauf weiter abbauen, da Kies vorhanden und ein Eingriff in die Natur bereits erfolgt sei, aber weitere Genehmigungen übersehen worden sind. „So etwas ist ärgerlich und davor wollen wir in Zukunft warnen“, erläutert der Beamte, „eine weiterführende Genehmigung ist viel einfacher und schneller zu genehmigen als ein vollkommen neuer Antrag.“

Für 2015 sieht die Landesplanung einen neuen Regionalplan vor, der mögliche Abbauflächen im Kreisgebiet kennzeichnet. Allerdings hieße das noch nicht, dass dort auch tatsächlich abgebaut werden darf. „Viele der Flächen grenzen an den Gemeindekern oder Wohnsiedlungen. Daher sind nicht alle Flächen auch wirklich nutzbar“, so Arp. Zudem sorge das Thema Kiesabbau in vielen Gemeinden immer noch für Streitpotenzial. „Viele Bürger sind einfach dagegen, ohne wirklich einen Grund nennen zu können“, bedauert Arp, obwohl die Kiesabbaugebiete nach Erschöpfung renaturiert oder kultiviert werden „Daher ist es wichtig, dass sowohl die Kieswerkbetreiber als auch die Gemeindevertreter und die Bürger eng miteinander kommunizieren und arbeiten.“ Nur so können eventuelle Reibungspunkte und Unsicherheiten seitens der Gemeinde und den Einwohnern vermieden werden. Beispielhaft sei da die vor Kurzem genehmigte Erweiterung des Kieswerkes in Bargstedt (wir berichteten). Dort saßen Kieswerkbetreiber und Gemeindevertreter so lange zusammen, bis man sich endlich einig wurde und Kompromisse erzielt werden konnte.

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