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Rendsburg-Eckernförde : Kreis sucht den „Energiesparheld bei der Arbeit“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine Kampagne soll den Verwaltungsmitarbeitern einen effizienten Tagesablauf zeigen.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Die Kreisverwaltung gibt Gas in Sachen Klimaschutz: Um Energiekosten zu sparen, schlägt sie dem Umwelt- und Bauausschuss nicht nur vor, neuartige Sensoren für die Heizungssteuerung im Kreishaus zu installieren (wir berichteten), sondern will auch in den eigenen Reihen auf die Suche nach dem „Energiesparheld bei der Arbeit“ gehen.

So lautet zumindest einer der Arbeitstitel einer geplanten Aufklärungskampagne, um im Kreishaus an der Kaiserstraße Strom zu sparen. „Das Nutzerverhalten steht im Mittelpunkt“, erklärt Dr. Martin Kruse. In seinem Fachbereich Regionalentwicklung, Bauen und Schule ist eine Diskussionsgrundlage für die Sitzung des Umweltausschusses am kommenden Donnerstag erarbeitet worden, an der unter anderem auch Klimaschutzmanager Dr. Sebastian Krug beteiligt war. Hintergrund ist eine Kampagne der Technischen Universität Magdeburg. Die Wissenschaftler hatten der Vorlage zufolge herausgefunden, dass ein „durch Aufklärungsarbeit angepasstes Nutzerverhalten den Stromverbrauch um bis zu 18 Prozent reduzieren kann“. Diese Kampagne soll nach dem Willen des Fachbereichs als Grundlage dienen, den Kreishaus-Mitarbeitern einen effizienten Umgang mit der Energie näher bringen. Martin Kruse und seine Mitarbeiter rechnen jedoch defensiver und gehen von einer Einsparung von fünf Prozent aus.

Mit dem Beginn der nächsten Heizperiode im Oktober könnten die Mitarbeiter dann also zunächst mit Plakaten, Aufklebern an Elektrogeräten und Gutscheinen für Steckdosenleisten mit Schalter über die Auswirkungen ihres Energieverbrauchs aufgeklärt werden. Im nächsten Schritt soll es konkrete Tipps geben, wie sie den Alltag energieeffizienter gestalten können. Damit die Mitarbeiter einen direkten Bezug zum Verbrauch des Gebäude bekommen, soll im Foyer ein Smart-Meter-Stromzähler installiert werden. Der aktuelle Stromverbrauch soll zudem auch im Internet ablesbar sein.

Die Mitarbeiter um den Klimaschutzmanager schlagen noch einen besonderen Clou vor: Der Energiesparheld auf Postern und Bilderserien soll von bekannten Gesichtern aus dem Kreishaus verkörpert werden. „Neben freiwilligen Führungskräften oder Sachbearbeitern wäre eine Möglichkeit, die Kampagne mit der Unterstützung der Auszubildenden durchzuführen“, heißt es in der Vorlage. „Das sind nur Ideen“, erklärt Martin Kruse. Wie die Kampagne am Ende aussehe, sei noch völlig offen. Auch der Titel sei noch nicht spruchreif, schließlich entspreche er nicht dem Gleichstellungsgedanken. „Es gibt auch Heldinnen“, betont Kruse.

Obwohl der Stromverbrauch von rund 530 000 Kilowattstunden und Kosten von etwa 120 000 Euro jährlich im Mittelpunkt stehen, bezieht sich die Berechnung auf die gesamten Energiekosten von 210 000 Euro. Bei einer Einsparung von fünf Prozent amortisiere sich die Kampagne in einem Jahr, heißt es in der Vorlage für den Umweltausschuss.

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