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Rendsburg-Eckernförde : Kreis-Mitarbeiter sollen fürs Klima Treppen steigen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Kampagne „Die Energiesparexperten“ spricht aber auch Bürger an.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Die Kreisverwaltung startet ihre große Energieoffensive: Nicht nur die Mitarbeiter im Kreishaus sollen zu „Sparexperten“ werden – die Kampagne soll auch Strahlkraft in der gesamten Region entwickeln. Dazu hat der Klimaschutzmanager Dr. Sebastian Krug eine Ausstellung mit Fachvorträgen organisiert. Außerdem vergibt er 100 Gutscheine für Gebäude- und Energiechecks der Verbraucherzentrale. Doch zunächst stehen die Kreis-Mitarbeiter im Mittelpunkt. Wenn die mitmachen, so hofft Krug, könnten fünf Prozent des Energieverbrauchs im Verwaltungsgebäude an der Kaiserstraße gespart werden – zum Beispiel durch den Verzicht auf den Fahrstuhl.

„Treppe statt Lift“ ist eines von fünf Themen, mit denen das Ziel erreicht werden soll. Dafür bedient sich Sebastian Krug moderner Mittel: Auf jeder Etage bringt er Schilder mit QR-Codes an, mittels derer die Mitarbeiter über ihr Smartphone auslesen können, wie viele Kalorien sie durch das Treppensteigen verbraucht haben. „Das ist gesünder, als den Lift zu nehmen. Der persönliche Vorteil steht dabei im Vordergrund“, sagt er.

Mit Informationsblättern, Plakaten und Aufklebern werden die Mitarbeiter zudem ab der kommenden Woche dazu angehalten, das Licht auszuschalten, wenn sie ihr Büro verlassen, für Dienstfahrten das Elektro-Auto der Verwaltung zu nutzen sowie Computer und Drucker im Feierabend nicht nur in den Stand-by-Modus zu setzen, sondern ganz auszuschalten. Darüber hinaus gibt Krug eine Anleitung zum richtigen Heizen und Lüften. „Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart sechs Prozent Energie“, sagt er. Die optimale Arbeitstemperatur betrage 20 bis 21 Grad.

Insgesamt will der Kreis mit der Kampagne mindestens fünf Prozent des Energieverbrauchs seiner Hauptstelle einsparen. Insgesamt werden jährlich rund 560  000 Kilowattstunden Strom und etwa 1,2 Millionen Kilowattstunden Wärmeenergie verbraucht. Davon sollen 27  000 (Strom) beziehungsweise 60  000 Kilowattstunden (Wärme) wegfallen. Laut Sebastian Krug werden dadurch 50 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen. „Die fünf Prozent sind konservativ gerechnet“, sagt Krug. Andere Beispiele zeigten, dass durchaus auch zehn Prozent erreicht werden könnten. Die Kosten der Kampagne von 10  000 Euro werden ihm zufolge durch die Einsparungen innerhalb eines Jahres gedeckt.

„Wir wollen ein Bewusstsein für das Energiesparen schaffen – und das auch nach draußen zu tragen, ist mir das Wichtigste“, sagt Krug. Die Bürger des Kreises will er mit einer Ausstellung der Verbraucherzentrale im Kreishaus-Foyer und einer Vortragsreihe erreichen (siehe Infokasten links). Zudem vergibt der Kreis Gutscheine: 75 für eine unabhängige Energieprüfung von Wohnhäusern und 25 für Basis-Checks von Wohnungen.

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