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Nach Kollision mit Frachter : Kreis fordert schnellen Ersatz für die Rendsburger Schwebefähre

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Unentbehrlich für die Schüler und touristischer Anziehungspunkt: Der Kreis Rendsburg-Eckernförde macht sich für den Erhalt der Fähre stark.

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2016 | 10:15 Uhr

Rendsburg | Der Regionalentwicklungsausschuss des Kreistags hat sich zum Thema Schwebefähre positioniert. In der Sitzung am Mittwoch verabschiedete das Gremium eine Resolution, die den Erhalt des Wahrzeichens und einen schnellstmöglichen Ersatz für die lange Ausfallzeit nach der Havarie vor zwei Wochen fordert. „Trotz der hoffentlich positiven Entwicklung bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ist eine eindeutige Positionierung der Selbstverwaltung notwendig“, teilte Ausschussvorsitzender Tim Albrecht (CDU) mit.

„Die Schwebefähre ist als Querung des NOK unentbehrlich, insbesondere für Rendsburger Schülerinnen und Schüler, die südlich der Kanalseite wohnen. Darüber hinaus ist sie ein touristischer Anziehungspunkt und für den Fahrradtourismus von überragender Bedeutung“, heißt es in der Resolution. Für den Kreis Rendsburg-Eckernförde stehe daher außer Zweifel, dass die Kanalverwaltung auch in Zukunft für den Betrieb einer Schwebefähre an der jetzigen Position verantwortlich sei und dafür Sorge zu tragen habe, dass die beschädigte Fähre so schnell wie möglich in Stand gesetzt oder aber durch eine neue Schwebefähre ersetzt werde.

Zur Frage einer Übergangslösung, bis die Schwebefähre wieder einsatzbereit ist, heißt es in der Resolution: „Eine Ersatzfähre muss schnellstmöglich am jetzigen Standort der Schwebefähre eingerichtet werden und den Querungsverkehr aufnehmen. Dabei ist insbesondere der Fuß- und Fahrradverkehr zu berücksichtigen. Sollte der bereits an der jetzigen Position befindliche Anleger von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für eine schwimmende Fähre in Zweifel gezogen werden, bittet der Kreis um eine nachvollziehbare Begründung darüber, warum dieses technisch nicht möglich sein sollte, sowie einen realisierbaren Alternativvorschlag.“ Einen Ersatz-Anleger auf Höhe der Eisenbahnhochbrücke hatte der Chef der Behörde diese Woche wegen der Platzverhältnisse als nicht machbar bezeichnet.

Auch auf die häufigen Pannen entlang der Ausweichrouten geht die Resolution indirekt ein: „Die übrigen Kanalquerungen müssen oberste Priorität genießen. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass diese möglichst ohne Ausfall betrieben werden können. Das bedeutet, dass für den möglichen Fall eines technischen Defektes sowohl das notwendige Personal als auch die Ersatzteile in kürzester Zeit zur Verfügung stehen.“

Unterdessen hat die Rendsburger Landeszeitung eine Petition zum Erhalt der Fähre ins Leben gerufen. Das Bundesverkehrsministerium als zuständige Behörde lässt derzeit prüfen, ob der Bund rechtlich noch verpflichtet ist, den Fährbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Unterzeichner appellieren an das Bundesverkehrsministerium, die Zukunft des technischen Denkmals Schwebefähre zu sichern.

In diesem Video, das von der Webcam des Canalcup stammt (Quelle: www.canalcup-cam.de), sieht man den Moment des Zusammenpralls im Zeitraffer: Die Fähre wird seitlich hochgeschleudert, dreht sich, schrammt an dem Frachter vorbei  und schleudert zurück.

 

 

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