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Kreis erhält 19,35 zusätzliche Lehrerstellen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei Gymnasien, Grundschulen, Regionalschulen sowie Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe bleibt aber dennoch ein Minus

Wie angekündigt, stellt die Landesregierung für das Schuljahr 2014/15 insgesamt 228 zusätzliche Lehrstellen zur Verfügung. 19,35 davon kommen im Kreis Rendsburg-Eckernförde an. Nun steht mit der Antwort der Regierung auf eine kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Heike Franzen (wir berichteten) auch fest, welche Schulart in welcher Weise von dem Nachschlag profitiert.

Größter Gewinner sind zwar mit 9,25 weiteren Planstellen die Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe, bei ihnen war in der ursprünglichen Planstellenzuweisung im Vergleich zum Vorjahr aber ein Minus von 15 Stellen vorgesehen. Per Saldo bleibt also ein Rückgang um 5,75 Stellen. An welche Schulen diese Stellen verteilt werden, konnte Kreis-Schulrätin Anne Dube aber noch nicht sagen.

Ähnlich sieht es bei den acht Gymnasien im Kreis aus. Sie können sich zwar mit 6,1 weiteren Planstellen rechnen, müssen insgesamt aber immer noch ein Minus von 14,5 Stellen hinnehmen. „Diese zusätzlichen Stellen verteilen sich auf acht Personen“, erklärte Thomas Schunck, Sprecher des Bildungsministeriums. Vier davon kommen an die Schule Hohe Geest in Hohenwestedt, zwei Lehrer werden am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg unterrichten. Je ein Lehrer geht ans Gymnasium Kronwerk in Rendsburg und an die Jungmannschule in Eckernförde.

Die Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe, von denen es im Kreis vier Stück gibt (Peter-Ustinov-Schule Eckernförde, Hans-Brüggemann-Schule Bordesholm, Gemeinschaftsschule Nortorf, Heinrich-Heine-Schule Büdelsdorf), erhalten insgesamt vier neue Stellen. Diese Schulart hatte schon in der ursprünglichen Planstellenzuweisung einen Satz nach vorne gemacht und 12,2 Stellen mehr als im Vorjahr bekommen.

Das ist der Opposition ein Dorn im Auge. Heike Franzen erklärte zu der Verteilung der zusätzlichen Lehrerstellen: „Drei Wochen vor Schulbeginn ist die Ministerin zu feige, die Verteilung der Stellen auf die einzelnen Schulen bekannt zu geben.“ Der Grund dafür sei klar, denn „selbst mit den knapp 20 zusätzlichen Stellen haben die allgemeinbildenden Schulen im Kreis Rendsburg-Eckernförde knapp 18 Lehrer weniger als im vorigen Schuljahr. Die Grundschulen, Regionalschulen, Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufen und Gymnasien verlieren Lehrer.“ Schon jetzt sei klar, dass der Unterrichtsausfall an diesen Schulen weiter zunehmen wird. „Nur die Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen bekommen mehr Lehrer. Genau davor haben wir gewarnt“, so Franzen. Der Eckernförder Wahlkreisabgeordnete Daniel Günther legte nach: „Das beweist den Irrsinn hinter den Reformen von SPD, Grünen und SSW. Für die drei aus reiner Ideologie neu geschaffenen Kleinstoberstufen im Kreis (Nortorf, Büdelsdorf und Bordesholm, Anm. d. Red.) müssen alle anderen Schulen noch zusätzliche Stellen abgeben, obwohl sie ohnehin schon weniger bekommen.“ Die CDU befürchtet ein regelrechtes „Ausbluten“ der anderen Schularten zu Gunsten der Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe.

Die zusätzlichen Planstellen sind durch die „Bafög-Millionen“ möglich geworden. Da der Bund die Ausbildungsförderung von den Ländern übernimmt, stehen der Landesregierung mehr Mittel zur Verfügung, die zum Teil in Lehrerstellen investiert werden. Insgesamt wurden in Schleswig-Holstein 74 der 228 zusätzlichen Stellen den Gymnasien zugewiesen. 40 Stellen gehen an Gemeinschaftsschulen mit, 114 an Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe.

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erstellt am 14.Aug.2014 | 06:30 Uhr

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