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Polizei erfolgreich : Kreis beim Kampf gegen Kriminalität auf gutem Kurs

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Polizeidirektion stellte ihre Jahresstatistik vor: Weniger Diebstähle, mehr Betrügereien und Sexualdelikte.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2014 | 17:00 Uhr

„Erfreulich“ war ein Wort, das gestern in den Räumen der Polizeidirektion Neumünster häufig gebraucht wurde. Denn dort wurde gestern die Kriminalstatistik für das Jahr 2013 vorgestellt. Und die Entwicklung ist von zwei Seiten her positiv zu betrachten. „Einerseits ist die Anzahl der gemeldeten Straftaten im Kreis Rendsburg-Eckernförde die niedrigste seit 30 Jahren“, betonte Bernd Lohse, Behördenleiter der Polizeidirektion, zu der auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde gehört. Andererseits sei auch die Aufklärungsquote erneut gestiegen und liege über dem Landesdurchschnitt.

Für den Kreis präsentierte der Rendsburger Kripo-Chef Erhard Böttcher das Zahlenwerk. 15 916 registrierte Straftaten (Vorjahr: 16 381), 8525 (8023) konnten aufgeklärt werden. Die Erfolgsquote liegt gut drei Prozent über dem Landesdurchschnitt, allerdings unter dem Schnitt der Polizeidirektion (57,8).

Rückläufig ist die Zahl der Delikte vor allem im Bereich Diebstahl. Im Jahr 2013 wurden 6706 einfach und schwere Diebstähle verzeichnet, gut zwölf Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. „Dennoch bilden der einfache und der schwere Diebstahl zusammen mit gut 42 Prozent immer noch einen großen Batzen“, betonte Böttcher. Knapp über ein Viertel der Diebstähle im Kreis wurden im Stadtgebiet Rendsburg registriert (25,8 Prozent). Ein starker Rückgang ist zudem bei den Rohheitsdelikten zu erkennen. Dort sank die Zahl um gut acht, bei den Raubtaten sogar um fast 20 Prozent.

Eine steigende Tendenz hingegen liegt bei Rauschgiftdelikten, Vermögens- und Fälschungsdelikten sowie bei Sexualdelikten vor. Bei den Betäubungsmitteln begründet die Polizei den Anstieg unter anderem damit, dass der Fokus verstärkt auf diesen Bereich gelegt wird. „Wir haben die Szene intensiv in der Beobachtung. Es handelt sich dabei um so genannte Kontrolldelikte. Denn je tiefer wir bohren, desto mehr Fälle haben wir“, erklärt Böttcher. Zwar bedauert er den „nicht so erfreulichen Trend“ bei den Sexualstraftaten. Positiv sei hierbei lediglich, dass die schwereren Delikte wie Vergewaltigungen rückläufig seien. „In diesem Bereich liegt unsere Aufklärungsquote bei 81 Prozent. Wir hoffen, dass das mögliche Täter in Zukunft abschreckt“, so Böttcher. Den sprunghaften Anstieg der Vermögens- und Fälschungsdelikte (plus 27,2 Prozent) hat laut des Rendsburger Kripo-Chefs vor allem ein Großverfahren im geschäftlichen Bereich in Büdelsdorf beeinflusst. „Zudem spielt das Internet beiden Betrügereien eine immer größere Rolle. Dort finden die neuesten Formen der Betrugsdelikte statt.“

Positiv bewertet Böttcher den weiterhin sinkenden Anteil minderjähriger Tatverdächtiger im Kreis. Er lag im Jahr 2013 bei 14,8 Prozent (11,9 Prozent Jugendliche, 2,9 Prozent Kinder) – gut ein Prozent weniger als im Vorjahr. „Unsere Ermittlungsgruppe Jugend ist inzwischen in ein eigenes Sachgebiet übergegangen. Wir arbeiten täterorientiert und wollen mögliche kriminelle Karrieren rechtzeitig unterbrechen“, so Böttcher. Mit erfreulichen Zahlen geben sich die Beamten indes nicht zufrieden. „Wir werden weiter engagiert arbeiten und uns immer wieder mit neuen Konzepten auf neue Entwicklungen einstellen.“

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