Junge Tischler : Kreativ, rustikal – und einmalig

Die Gewinner des Weihnachtswettbewerbs: Lisa Wandel, Kati Sumann, Roman Horn, Bjarne Gill, Alexander Sonnenberg, Whid Tajik und Marcel Diehr (von links).
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Die Gewinner des Weihnachtswettbewerbs: Lisa Wandel, Kati Sumann, Roman Horn, Bjarne Gill, Alexander Sonnenberg, Whid Tajik und Marcel Diehr (von links).

Die Tischler-Innung Rendsburg-Eckernförde bat zum Weihnachtswettbewerb: Auszubildende fertigen Unikate nach eigenen Ideen an.

shz.de von
05. Dezember 2017, 11:26 Uhr

Der Kreativität freien Lauf lassen – das stand beim Weihnachtswettbewerb der Tischler-Innung Rendsburg-Eckernförde ganz oben auf der Agenda. Zum 28. Mal waren Auszubildende aus allen Lehrjahren aufgerufen, freiwillig im Rahmen ihrer bereits erworbenen Fähigkeiten ein Werkstück selbst zu erarbeiten. „Es geht darum, dass man allein etwas entwickelt und in die Tat umsetzt“, erläuterte Obermeister Jörg-Peter Böhrnsen das Ziel. Und die jungen Leute ließen sich das nicht zweimal sagen. 68 Lehrlinge – 39 aus dem Handwerk und 29 aus dem industriellen Zweig der Firma Hobby – zeigten, was sie können. Viele von ihnen nutzten den Wettbewerb, um Erfahrungen für ihr Gesellenstück zu sammeln.

Unter den Teilnehmern war Svea Knust von der Tischlerei Christoph Arp aus Neudorf-Bornstein. Sie hatte ein Tablett aus Eiche mit Halterungen für Schnapsgläser ins Rennen geschickt. „Ich hatte von Anfang an vor, etwas Rustikales zu machen“, hatte Svea Knust schon früh eine Idee im Kopf. „Mein Chef ist Jäger, und so kam mir die Idee mit der Damwildschaufel“. Die Griffe und Leisten für das Tablett seien dann später dazu gekommen. „Das war eine Stück-für-Stück-Idee“, freute sich die Auszubildende im ersten Lehrjahr über das Ergebnis, welches sie selbst zu Hause nutzen möchte.

Eine ganz andere Entstehungsgeschichte erzählte Tobias Minck von der Tischlerei Frank Dekarz aus Osterrönfeld. Er entwickelte eine Lampe aus Eiche und Messing. „Wir hatten einiges an Furnier übrig, und ich habe zufällig mal mein Handy heran gehalten und gesehen, dass dort Licht durchscheint.“ So war die Idee zum Werkstück geboren. „Messing finde ich an Eiche sehr schön, da es so ein vielseitiges Holz ist.“ Tobias Minck hat sowohl den Lampenfuß als auch den Lampenschirm aus dem heimischen Holz gefertigt. „Die bekommt einem Platz in meinem Zimmer“, ist sich der Auszubildende sicher, der sich ebenfalls im ersten Lehrjahr befindet.

Obermeister Böhrnsen freute sich über die vielen Zielrichtungen, welche die Werke der jungen Tischler aufzeigten. „Letztendlich haben Sie alle hier etwas geschaffen, was auch Bestand hat“, lobte Böhrnsen die Auszubildenden. „Sie haben alle gewonnen und für sich selbst etwas geschaffen“.

Am Ende der Bewertung durch fünf Meister und Berufsschullehrkräfte unter dem Augenmerk auf Maximalmaße, Geschick und Originalität konnten sich Kati Sumann (1. Lehrjahr, Handwerk), Marcel Diehr (1. Lehrjahr Hobby), Alexander Sonnenberg und Wahid Tajik (2. Lehrjahr, Handwerk), Lisa Wandel (2. Lehrjahr, Hobby), Bjarne Gill (3. Lehrjahr, Handwerk) sowie Roman Horn (3. Lehrjahr, Hobby) über die ersten Plätze freuen.

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