Standsicherheit : Kranproblem verzögert Hertie-Umbau

Die rote Ziegelfassade der Obergeschosse wurde bereits abgetragen.
Die rote Ziegelfassade der Obergeschosse wurde bereits abgetragen.

Arbeiten in der Altstadt vier Wochen hinter Zeitplan.

von
15. Juni 2018, 10:11 Uhr

Rendsburg | Um etwa einen Monat hat sich der Umbau des Ex-Hertie-Hauses in ein Seniorenheim samt Ladenzeile verzögert. „Das holen wir wieder rein“, versicherte Architekt Werner Schaffer gestern. Die geplante Eröffnung im Februar 2020 sei nicht gefährdet. Eigentlich sollten die roten Vorbauten am Altstädter Markt und der Altbau mit dem ehemaligen Kaufhaus-Eingang rechts daneben längst dem Erdboden gleichgemacht worden sein. Das Bauunternehmen Höft wollte dazu einen 30 Meter hohen Kran einsetzen. Er stand aber nur vier Tage an der Rückseite des Gebäudes und wurde dann vorsorglich abgebaut. Grund: Unmittelbar neben dem Platz des Krans wurde ein unterirdischer Gang entdeckt, der die Standsicherheit gefährdete (wir berichteten).

Die Firma Höft wird den Altbau allein mit Baggern abreißen. „Das ist etwas aufwändiger.“ Die Vorarbeiten sind erfolgt: Von den Obergeschossen des Haupthauses wurde die Ziegelfassade abgeschlagen. Sie fußte auf den Vorbauten, die nun abgetragen werden können. Damit erhalten die Baumaschinen freie Bahn zu dem Abbruchhaus. Den Zeitplan bekommt Schaffer in Kürze.

Sobald der Altbau weg ist, werden in dem Bereich Pfähle bis zu zehn Meter tief in den weichen Untergrund gebohrt. Sie sollen einen Neubau tragen, der in Kastenform errichtet wird und eine sandfarbene Fassade erhält. Das Hauptgebäude wird wieder mit roten Ziegeln verkleidet. Die Firma lässt den Kran an derselben Stelle wie bisher aufbauen. Sein Standplatz wird aber mit Pfählen gegründet. „Das ist der einzige Punkt, von dem aus er alles abdecken kann.“ Das Baumaterial wird von der Eisenbahnstraße über den Stegengraben auf die Rückseite des Hertie-Hauses angeliefert. Von dort soll der Kran es auf der Baustelle verteilen. Dadurch bleibt der Altstädter Markt vom Lkw-Verkehr verschont. Der Kran soll auch die Rolltreppen herausheben. Er fängt im Keller an und arbeitet sich nach oben vor. Pro Etage gibt es zwei Treppen. Sie müssen in jeweils drei Teile zerlegt werden. Ihr Gesamtgewicht von vier bis sechs Tonnen wäre für den Ausleger zu schwer.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen