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„Bandits“-Konzert : Kraftvoller Sound und bekannte Songs

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die „Bandits“ feierten 20 Jahre „Rockin’ Christmas Party“ in der Nordmarkhalle.

Alle Jahre wieder– und schnell ist die Zeit reif für ein Jubiläum. Wie beim jährlichen Weihnachtskonzert der „Bandits“ in Rendsburg. Seit 20 Jahren feiert die Band mit der „Rockin‘ Christmas Party“ Weihnachten auf andere Art: Nicht still und besinnlich, sondern kraftvoll, laut und mit freudig-guter Laune. Rock’n’Roll-mäßig eben. Mit Klartext wie beim ersten Song: „All Right Now“ der Gruppe „Free“. Ein Name mit Symbolwert, denn in dieser Weihnachtsparty gelten althergebrachte Konvention wenig.

Hier wurde mit Super-Sound in der Nordmarkhalle und farbenfroher Lightshow gefeiert. So abwechslungsreich wie die Künstler und Musik. Ein Abend, der es in sich hatte. Fand man doch Gästenamen im Programm wie Lou Reed, Janis Joplin, Joe Cocker, Johnny Cash oder Freddie Mercury. Schon zu deren Lebzeiten wären ihre Auftritte in einem Konzert undenkbar. Nun also alle in Rendsburg – denn die Cover-Rockgruppe „Bandits“ kennt sich aus mit dem Imitieren und Nachspielen bekannter Nummern. So auch an diesem Abend, an dem Mitglieder in die Rolle bekannter Interpreten schlüpften. Dominik ‚Nickel‘ Goebbels weckte Erinnerungen an Johnny Cash, wobei es ihm nicht auf eine zum Verwechseln ähnliche Wiedergabe der Songs ankam. Seine stark veränderte Fassung erinnerte nur an Johnny Cash. Ganz anders Wolfgang Sponholz: Der schlüpfte so perfekt und gekonnt in die Rolle des Vorbilds Joe Cocker, dass man glauben konnte, der im Dezember 2014 verstorbene Sänger sei „with a little help from my friends“ wiederauferstanden.

Alles in allem eine Erinnerung an vergangene Zeiten. Dennoch heute so aktuell wie eh: Wer möchte nicht umworben sein und geliebt werden? „I Want You To Want Me“, Gimme All your Lovin“ drückten das aus. In wechselnder Besetzung, auch als „Bandettes“, wurde es mit All-Time-Hits der letzten Jahrzehnte eine Weihnachtsparty mit besonderer Note. Das ließen schon Künstlernamen wie Zorro ZZ Zemke (Gesang, Gitarre), Creamy Ike - The Pale Rider (Gitarre); Kalli Krawalli (Bass); Imkey St. Quentin (Keyboard, Gesang) und „Hansen“ (Schlagzeug) erwarten: Zusammen sind sie Quellen kraftvoller Sounds mit ausdrucksvollen Stimmen und dramatischen Gitarren-Improvisationskämpfen. Alles in bester Qualität, aber auch Lautstärke an der Oberkante des noch Verträglichen und Bässen, bei denen auch in der letzten Reihe noch die Sitze vibrierten. Das musste aber sein. Sonst stellt sich das Echtheitsgefühl nicht ein. Dazu trug auch der Background-Chor bei. Immer wieder eine Erinnerung an Zeiten, in den der größte Teil des Publikums noch wirklich jung war. An diesem Abend konnte man sich jedenfalls so jung fühlen wie „damals“. Die Bandits spielten mit spürbarer Lust. Die Menge tanzte, machte begeistert mit.



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