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Landeszeitung

24. Oktober 2017 | 04:22 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : Kraftakt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer hat sich der TSV Alt Duvenstedt beim 27:27 gegen den ATSV Stockelsdorf in letzter Sekunde einen Punkt erkämpft. Mit dem Abpfiff trat Tim Dau von der Mittelmittellinie zum Ausgleich.

Dem TSV Alt Duvenstedt ist in der Handball-SH-Liga zwar nicht der erhoffte Heimsieg gelungen, aber mit dem 27:27 (16:14)-Remis gegen den ATSV Stockelsdorf zumindest ein (notwendiger) Achtungserfolg. Der dritte Punkt lässt das Team von Trainer Gunnar Kociok langsam Anschluss an das Tabellenmittelfeld gewinnen. In den nächsten Wochen sind allerdings noch deutlich mehr Punkte notwendig, um mittelfristig keine Sorgen vor einem Abstieg haben zu müssen.

Während die Faktenlage spröde klingt, war es das Spiel überhaupt nicht. Es endete mit einem Paukenschlag oder besser gesagt mit einem raketenhaften Wurf Tim Daus. Nach mehrmaligem Hin und Her war es Stockelsdorf in der letzten Minute geglückt, mit 27:26 in Führung zu gehen, und diesen Sieg wollten sich die Gäste unter gar keinen Umständen mehr nehmen lassen. Trotz der allgemein bekannten Konsequenz von einer mindestens zwei Spiele dauernden Sperre störten sie den Mittelanstoß der Alt Duvenstedter und erreichten so neben der unausweichlichen Roten Karte, dass nur noch drei Sekunden zum Ausgleich verblieben. Diese Zeit der Aufregung nutzte Tim Dau offenbar, um seinen Arm mehrfach durchzuladen, alles Blut und allen Sauerstoff in die Schulter zu pumpen und danach eine derartige Kraftentladung zu erwirken, dass er den Ball von der Mittellinie unhaltbar flach ins Tor hämmerte. „Das Ding hatte ungefähr 402 km/h. Das war das Tor des Jahrhunderts“, lachte Kociok, der zugab, selbst nicht mehr damit gerechnet zu haben, dass noch etwas Zählbares möglich wäre. Daus spektakulärer Schlusspunkt besiegelte, worin sich alle Beteiligten nach dem Abpfiff einig waren: Die Punkteteilung war verdient. „Da kann ich schon zufrieden sein, wenn wir auch im Spiel gezeigt haben, dass wir wenig konstant sind. Von richtig gut bis richtig schlecht war alles dabei“, sagte Gunnar Kociok.

Der TSV führte zunächst mit drei Toren (10:7), geriet dann in Rückstand (11:13), führte erneut mit drei Toren (17:14) und kassierte dann einen 0:5-Lauf. Dass in den letzten 20 Minuten der Ausgleich zum 26:26 möglich wurde, lag auch an der guten Verfassung von Torhüter Hauke Fendt und Mittelmann Oliver Küch, dass es ein Remis wurde, an Daus „Wunderarm“. „Ich bin froh über den ersten Heimpunkt, ich hoffe, dass die nächsten folgen“, so Kociok.


TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Fendt – Schwarz (7), Müller, Eichstädt (4/2), Jüschke (3), N. Petersen (1), Dau (6), Clausen (2), Küch (2), Schroedter (1), S. Petersen, Nehls (1), Wommelsdorf.

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