Handball-SH-Liga der Männer : Koslowskis Wechsel trifft Alt Duvenstedt hart

Fliegt ab sofort für die SG Wift: Matthias Koslowski, hier noch im Trikot des TSV Alt Duvenstedt.
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Fliegt ab sofort für die SG Wift: Matthias Koslowski, hier noch im Trikot des TSV Alt Duvenstedt.

Die Personlasorgen beim Handball-SH-Ligisten TSV Alt Duvenstedt werden vor dem Auftakt in die zweite Saisonhälfte immer größer. Nun hat sich auch noch Kreisläufer Matthias Koslowski Richtung SG Wift verabschiedet.

shz.de von
09. Januar 2015, 06:00 Uhr

Die Bombe in der Handball-SH-Liga der Männer platzte bereits in der Winterpause. Dem bis dato Tabellenachten HSG Nord-NF wurden aufgrund des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers neun Punkte abgezogen (die Landeszeitung berichtete), so dass die Nordfriesen auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen sind. Profiteur dieser Maßnahme war unter anderem auch der TSV Alt Duvenstedt, dessen 27:32-Niederlage Mitte Oktober in einen Sieg (0:0 Tore, 2:0 Punkte) umgewandelt wurde. Der TSV befindet sich damit wieder in Schlagdistanz zur Tabellenspitze und will den Kontakt mit einem Heimsieg über Schlusslicht SG Bordesholm/Brügge halten. Ganz vorne dabei ist nach wie vor die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, die als Tabellenzweiter in die restlichen zehn Spiele bis zum Saisonende startet und zum Auftakt des neuen Jahres ausgerechnet die zuletzt so arg gebeutelte HSG Nord-NF empfängt.

HSG Schülp/W’feld/RD – HSG Nord NF (Sbd., 14.30 Uhr)

„Die sind natürlich viel besser, als es ihr derzeitiger vorletzter Tabellenplatz aussagt. Das Hinspiel war lange offen, deshalb müssen wir voll dagegen halten“, sagt Schülp/Westerrönfelds Coach Volker Paul. Möchte Nord-NF nämlich den Ligaverbleib schaffen, muss nun einiges an Punkten aufgeholt werden. Anders als gewohnt wird die Begegnung am Sonnabend in der Heidesandhalle schon um 14.30 Uhr angepfiffen. Dann wird Paul etwas umstellen müssen, denn mit Dany Jüschke fällt der wichtige Kreisläufer und Abwehrorganisator bis zum Saisonende aus. Schon in den letzten Spielen zwickte es im Fuß und nun ist auch klar, warum. Jüschkes Achillessehne ist angerissen und braucht Pause. Auch Janek Fisch, Rückraumspieler und erster Ersatzmann für Jens-Christian Woldt, wird bis April nicht mehr mitmachen können. Ihn behindert eine Hüftverletzung. „Das sind zwei wichtige Leistungsträger, sodass wir nun umorganisieren müssen“, kündigt Paul an. In einigen Wochen wird Philipp Moreau vielleicht das Kreisläuferproblem lösen, wenn sein Wiedereinstieg ins Training nach überstandener Herzerkrankung reibungslos verläuft. Bis dahin füllen Magnus Hannemann und Niklaas Seehase die Lücke in der Nahwurfzone. „Meine Mannschaft will ganz oben stehen und hat dieses Ziel auch so formuliert. Dafür dürfen sich aber nicht noch weitere Spieler verletzen“, sagt Paul vor dem Auftakt.

TSV Alt Duvenstedt – SG Bordesholm/Brügge (Sbd., 19.30 Uhr)

Die Freude über die am Grünen Tisch gewonnenen Punkte gegen die HSG Nord-NF ist im Lager des TSV Alt Duvenstedt schnell verpufft. Offenbar waren die Verletztenmisere mit fünf Stammspielern sowie das langangekündigte Australienjahr Ference Buechlers noch nicht problematisch genug, nun verließ auch noch Matthias Koslowski kurzerhand das sinkende Schiff. Der Kreisläufer hat sich entschieden, die zweite Saisonhälfte beim Oberligisten SG Wift zu spielen. „Das ist die Krönung. Ich habe noch nicht erlebt, dass jemand so seine Mannschaft im Stich lässt, um zu einem Club zu gehen, bei dem absolut nichts geht“, ärgert sich Alt Duvenstedts Trainer Gunnar Kociok und klingt dabei, als hätte er für diese Aussage bereits ein ganzes Baldrianfeld geschnupft. „Ich finde das auch von Wift unmöglich, denn in der Oberliga ist weder nach oben noch nach unten etwas drin und auch ohne Matthias würden die ihre Saison problemlos schaffen. Die wissen ganz genau um unsere Situation, da gehört es sich einfach nicht, unseren Leuten einen Wechsel anzubieten“, echauffiert er sich weiter. Koslowski war vier Jahre in Alt Duvenstedt. „So schnell braucht er hier aber nicht mehr herkommen. Wäre er nach der Serie gewechselt oder zu einem Club, der in der Regionalliga spielt, dann wäre es kein Problem gewesen, aber so ist es ein No-Go“, meint Kociok, dessen Team am Sonnabend zu Hause um 19.30 Uhr gegen die SG Bordesholm/Brügge antritt. Dann werden die verbliebenen spielfähigen Kräfte versuchen, dem Ligaschlusslicht die nächsten Punkte abzuluchsen, was trotz der weitaus besseren Ausgangssituation kein Leichtes werden wird.

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