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Für den guten Zweck : Korbjäger punkten für die gute Sache

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

250 Zuschauer verfolgen Charity-Basketball-Spiel in der Herderschule. Beste Unterhaltung und 3300 Euro auf dem Spendenkonto.

Bereits zum 5. Mal stand beim Basketball-Benefiz-Spiel am Sonnabend nicht die sportliche Leistung im Vordergrund, sondern die Anzahl der geworfenen Körbe. Denn für jeden erzielten Punkt lobte die Sparkasse Mittelholstein je 50 Euro als Spende aus. Traditionell traten wieder Spieler aus dem öffentlichen Leben der Region in einer weiß gekleideten und einer rot gekleideten Mannschaft in der Sporthalle der Herderschule gegeneinander an.

Neben prominenten Namen wie denen des ehemaligen Innenministers Andreas Breiter, des Bürgermeisters Pierre Gilgenast, des Kreispräsidenten Lutz Clefsen oder des jetzigen Innenministers Stefan Studt engagierten sich unter anderem auch Vertreter aus der Wirtschaft und zwei Rendsburger Lehrkräfte für den guten Zweck.

Schon vor Beginn der Partie machten mehr als 250 Zuschauer mächtig Lärm. „Wir freuen uns, dass wir hier ein Publikum haben, das auch uns schon nach vorn bringt, bevor nachher die richtigen Profis spielen“, sagte Sparkassen-Vorstand Sören Abendroth zur Begrüßung. Für seine Aussage erntete er spaßhafte „Buh“-Rufe seiner Mitspieler.

Vom Anwurf der vier mal fünf Minuten dauernden Partie an schenkten sich beide Mannschaften kaum einen Zentimeter Raum. Den besseren Start erwischte jedoch die „rote“ Mannschaft von Coach Ralf Kaufmann. Mit 3:10 Punkten ging das Team um Sparkassen-Vorstand Bernd Jäger nach dem ersten Viertel in Führung und sammelte die ersten Punkte für das Spendenkonto. „Das Ballgefühl verliert man nicht“, scherzte Jäger, der viele Jahre selbst aktiv Basketball gespielt hat.

Bei Sportminister Stefan Studt, der verletzungsbedingt den Posten des Coaches für die „weiße“ Mannschaft übernehmen musste, war nun Aufbauarbeit gefragt. „Auf geht’s Männer“, versuchte Studt seine Spieler zu motivieren und hoffte dabei auch auf die Stärke von Twisters-Chefin Antje Mevius. Punkt für Punkt gelang es dem Team bis zur Halbzeit, wieder Anschluss zu gewinnen. „Es wird eng für Rot“, merkte Kommentator Jürgen Muhl, stellvertretender Chefredakteur des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages, an. Mit seinen emotionalen und spitzen Wortbeiträgen („Was für ein Spiel, was für ein Weltspiel“; „von Allwörden, der Weißbierkönig aus der Markthalle“) riss Muhl die Zuschauer mit. Auch Coach Studt zeigte sich zufrieden: „Jetzt läuft es etwas geordneter, das hatten wir so verabredet“, verriet der Minister in der Pause seine Taktik. Aber nach zwei Minuten sei die Luft bei einigen Spielern schon wieder knapp geworden. „In der zweiten Hälfte wollen wir noch einmal richtig angreifen, denn es zählt jeder Punkt“, so Studt weiter. Nach dem Wiederanwurf schien der Plan aufzugehen. Erst folgte der Ausgleich, dann konnte Antje Mevius die Führung für „Team weiß“ sogar ausbauen.

Einer, der seine komplette Energie in die Jagd nach Punkten investierte, war Bürgermeister Pierre Gilgenast. Mit jeder Faser seines Körpers versuchte er, seine Mannschaft wieder in Ballbesitz zu bringen. Nach insgesamt 20 gespielten Minuten konnte das Team von Coach Stefan Studt das Spiel mit 35:31 für sich entscheiden. „Rot hat gut gekämpft, aber weiß hat traditionell gewonnen“, fasste ein erschöpfter Pierre Gilgenast das Spiel zusammen.

„Das ist super gelaufen, wir haben viele Körbe geworfen“, freute sich auch Twisters-Chefin Antje Mevius. Hoch zufrieden mit dem Benefiz-Spiel zeigte sich ebenso Bernd Jäger: „Alle nehmen sich Zeit für den guten Zweck und haben es geschafft, das Ergebnis zu toppen“, bedankte sich der Sparkassen-Vorstand bei Spielern und Zuschauern. Die erspielten 3300 Euro gehen nun an die Grundschul-Liga des Basketball-Clubs Rendsburg und an „Plietsch und Stark“ zur Durchführung von Schwimmkursen. Auch im nächsten Jahr wird Antje Mevius das Benefiz-Spiel wieder veranstalten. Denn eines wurde an diesem Abend ganz deutlich: Die Promis sind heiß auf dieses Spiel.

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