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Ferienspass für Kinder : Kopfball, Pass und dann ein Tor

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Koordination wird genauso geübt wie Kopfbälle: 39 Fußballbegeisterte trainieren im „Soccer Camp“. Veranstaltet wird es vom TSV Vineta Audorf.

Auf die Frage, warum er Fußball spielt, hat der siebenjährige Felix Liedtke sofort eine Antwort: „Weil man in der Bundesliga richtig viel Geld verdienen kann.“ Nur das Geld scheint für den ambitionierten Nachwuchskicker dann aber doch nicht der entscheidende Faktor zu sein: „Beim Fußball kann man auch viele Tore machen und viel rennen“, erzählt er begeistert. Darum geht es in dieser Woche auch beim „Soccer Camp“ des TSV Vineta Audorf.

Das Camp wird in diesem Jahr zum ersten Mal vom Verein selbst organisiert. In den Vorjahren fand in Schacht-Audorf die „Soccer Academy“ von Ex-Bundesligaspieler Thomas Seeliger statt. Dass die Woche nun in Eigenregie abläuft, hat laut Organisator Norman Bock entscheidende Vorteile: Die Teilnahmegebühr wurde von 120 auf 60 Euro gesenkt. Darin enthalten sind die Kosten für Verpflegung sowie Trikot, Hose und Stutzen. Das restliche Geld werde in die Jugendarbeit des Vereins investiert, erklärt der Organisator.

Als Trainer der ersten Herrenmannschaft ist es Norman Bock außerdem ein Anliegen, durch das „Soccer Camp“ die Nachwuchsspieler mit den erfahreneren Vereinskameraden zusammenzubringen. Mit seinen Kollegen aus Trainerstab und Mannschaft lässt er noch bis zum Sonntag 39 Fußballbegeisterte Schwitzen.

Von der G- bis zur C-Jugend sind Vereinsmitglieder und externe Spieler, zum Beispiel aus Fockbek, dabei. Während die 15-Jährigen schon einige Erfahrung mitbringen, sind bei den Jüngsten auch Anfänger dabei, die das Fußballspielen erst vor wenigen Wochen für sich entdeckt haben. Um das Training auf die unterschiedlichen Bedürfnisse auszurichten, gibt es beim „Soccer Camp“ drei Gruppen. Obwohl Felix Liedtke in der jüngsten Gruppe ist, kennt er sich schon gut aus. Der Siebenjährige spielt bereits seit vier Jahren Fußball – mal im Sturm, mal in der Abwehr. Er und seine Teamkollegen trainierten gestern ihre Koordination, übten Kopfbälle, Pässe und Torschüsse.

Während Felix auf dem Platz ist, hilft seine Mama Annie hinter den Kulissen mit. Sie arbeitet im Sportlerheim und kennt die großen und kleinen Fußballer des Vereins entsprechend gut. Dass diese im „Soccer Camp“ enger zusammenwachsen, findet sie großartig: „So haben die Kinder die Möglichkeit, die Spieler und Trainer der Herrenmannschaft kennen zu lernen. Wir sind ein Verein, wir gehören zusammen.“

Aber nicht nur die erwachsenen Vereinsmitglieder hat Norman Bock mit ins Boot geholt, auch die Eltern der Camp-Teilnehmer sollen auf ihre Kosten kommen. In einer Mini-WM werden in Sechserteams Eltern und Kinder um den Sieg kämpfen. Auch kleinere Wettkämpfe sind für die nächsten Tage noch geplant, genau so wie die Abnahme der Fußballabzeichen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Dafür können die Kinder an fünf Stationen Punkte sammeln und bekommen das Abzeichen anschließend in Bronze, Silber oder Gold verliehen.

Bei so vielen Übungen in den vergangenen Tagen ergab sich für die Spieler bestimmt die Gelegenheit, die ein oder andere fußballerische Schwäche auszubessern. Gibt es etwas, das Felix noch besonders intensiv trainieren möchte? „Nein, eigentlich nicht. Bei mir klappt das schon ganz gut“, erklärt er ganz selbstbewusst.

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erstellt am 01.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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