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Hohenwestedt : König zu sein, ist das größte Vergnügen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neu im Amt der Schützengilde: Jan Butenschön und Claudia Wolff.

Jan „der Liberale“ Butenschön regiert ab sofort bei der Hohenwestedter Schützengilde. Der 37-jährige FDP-Kreistagsabgeordnete und Ortsmanager der Gemeinde Hohenwestedt wurde gestern um 16.20 Uhr zum neuen Gildekönig ernannt. Ihm zur Seite steht als neue Königin Claudia „de Plattspeelende“ Wolff aus Nindorf. Mit der Proklamation der neuen Majestäten am Gildetag ist die Schützengilde zu einer Tradition zurückgekehrt, von der man sich ab 2011 zugunsten einer Bekanntgabe der neuen Königspaare bei einem Gildeball am Sonnabend nach dem Gildetag verabschiedet hatte. Der wieder mehr der Tradition verpflichtete Festablauf sei das Ergebnis der „Auswertung der gesammelten Meinungen der Gildebrüder“, vermerkte Hauptmann Eike Rohweder bei seiner Festansprache im Sport- und Jugendheim. Für die inklusive Gäste und Feuerwehrmusikzug 70-köpfige Königsabordnung hatte der Gildetag wie gewohnt um 5.20 Uhr mit dem Weckruf und dem anschließenden Marsch von der Wilhelmstraße zur königlichen Residenz begonnen. Nach dem Königsfrühstück bei Knud „dem Sammelleidenschaftlichen“ Clausen im Kiebitzweg stattete die Abordnung dem Seniorenzentrum Mittelholstein einen Besuch ab, dann ging’s zum Bürgermeister-Empfang ins Rathaus. Nachdem sich die Frühaufsteher der Königsabordnung mit der Restgilde vereinigt hatte, waren es genau 111 Gildebrüder, die sich um 8.30 Uhr in der Lindenstraße zu ihrem gemeinsamen Umzug in Bewegung setzten, der zum Ehrenmal im Park und dann an den spalierstehenden Schul- und Kita-Kindern vorbei zum Gildefrühstück ins Sport- und Jugendheim führte. „Dadurch dass die Gilde bei ihrem Marsch Seniorenheim, Schule und Park mit einbezieht, zeigt sie ihre Verbundenheit mit dem Ort und der Region“, befand Gast-Festredner Martin Kayenburg, „die Gilde ist aus dem kulturellen und sozialen Leben Hohenwestedts nicht wegzudenken.“ Der ehemalige Landtagspräsident lobte „Standfestigkeit, Grundsatztreue und lebendige Tradition“ der 180 Jahre alten Hohenwestedter Gilde.

Das Kaiserwetter beim Gildeumzug inspirierte Nortorfs Gildekönig Karsten Groth zu einem Kompliment der besonderen Art: „Bei diesem Wetter fällt erst auf, dass Hohenwestedt ähnlich schön wie Nortorf ist.“ Seit 39 Jahren besuchen sich die Nortorfer und Hohenwestedter Gildebrüder bei ihren Festivitäten. Vier Stunden später war der neue König ermittelt. Jan „der Liberale“ Butenschön kann sich auf ganz besondere zwölf Monate freuen, wenn man Amtsdirektor Stefan Landt (selbst 2001 Gildekönig) glauben darf: „Es ist das größte Vergnügen, das es gibt, König der Hohenwestedter Schützengilde zu sein.“

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