Nortorf : König Peter regiert wieder die Gilde

Es konnte wieder marschiert werden: Vom „Holsteinischen Haus“ ging es über den Marktplatz Richtung Schießplatz beim „Gasthof Ritzebüttel“.
Foto:
1 von 3
Es konnte wieder marschiert werden: Vom „Holsteinischen Haus“ ging es über den Marktplatz Richtung Schießplatz beim „Gasthof Ritzebüttel“.

Beim 402. Fest der Nortorfer Vogelgilde von 1612 schoss Schütze Hans Georg Rathje Peter Schröder zum neuen König.

von
10. Juni 2014, 10:57 Uhr

Peter Schröder ist neuer König der Nortorfer Vogelgilde von 1612. Hans Georg Rathje sorgte gestern Nachmittag auf dem Schießplatz am „Ritzebüttel“ mit dem 341. Schuss für die Entscheidung. Der Vogel fiel bereits um 14.47 Uhr – die Nortorfer Vogelgilde hatte den Nachfolger für Peter Gebhard gefunden.

„Unser neuer König war schon einmal König“, betonte Hubert Hein. „Beim 375. Gildefest hat er so viele Rouladen gegessen, sodass wir ihm den Titel ‚Rouladenkönig‘ gegeben haben“, scherzte der Gildeschreiber. „Bis vorhin war ich ein ganz normaler Gildebruder“, begann der 66-Jährige Schröder seine Dankesrede, „aber das Wetter ist so toll, da dachte ich mir, es wäre viel schöner, mit der Kutsche nach Hause zu fahren.“ Mit dieser ging es jedoch zuvor Richtung Marktplatz, wo er sich gemeinsam mit seiner Frau Margit um 19 Uhr der Öffentlichkeit präsentierte.

Während der Feierstunde am Morgen überbrachte Amtsvorsteher Hans Kaack die Grüße des Amtes Nortorfer Land. „Wenn eine Tradition über Jahrhunderte besteht, dann, weil ihr Gildebrüder diese Tradition lebt und sie ein festes Fundament hat. Ich hoffe, das bleibt auch weiter so.“ Der Verein sei auch deshalb so beständig, da die Werte über Generationen weitergegeben werden. „Es macht mich stolz, euer Wirken mitzuerleben“, so Kaack weiter.

Auch Vertreter der Hohenwestedter und Rendsburger Gilde kamen, um zu gratulieren. Gilde sei Tradition, mache Freude und verbindet. Die Vertreter wünschten ihren Nortorfer Kollegen auch weiterhin ein langes und beständiges Leben der Gilde.

Hubertus Wollny warf immer wieder einen skeptischen Blick nach draußen, „ich denke nur ungern an letztes Jahr zurück“, erinnerte der Ältermann an das regnerische Gildefest 2013. Doch das Wetter spielte dieses Mal mit. Wollny dankte seinen Gildebrüdern für ihr „Interesse an der Verbundenheit“ und hoffte auf viele freundschaftliche Gespräche während des Festes. Zudem kündigte er eine Veränderung im Gilde-Kalender an: Die Beteiligung an der jährlichen Adventsfeier sei zu gering. So entschied sich der Vorstand, das Fest nur alle drei Jahre auszurichten. „So könnt ihr euch zwei Jahre freuen und im dritten Zeit finden“, betonte der Ältermann. Dazu solle es dann auch ein buntes Rahmenprogramm geben, welches mehr Besucher anlocken soll. Wollny dankte König Peter Gebhard für ein „schönes Gildejahr“ und schloss seine Rede „mit einem bekannten Zitat, welches schon Rehagel oder Podolski oft benutzten: Wichtig ist, auf dem (Schieß-) Platz – da wird alles entschieden.“

Jens Laß gab sein Amt des Fahnenträgers ab. Nachfolger wurde Ingo Berger. Seine Begleiter sind der neu gewählte Wolfgang Henkes und der altbewährte Fahnenbegleiter Jan Grunte. Als Achtmänner schieden Lutz Bertram und Norbert Petzel aus. Mit Ingo Rumpf und Hans Georg Rathje wurden zwei neue Achtmänner bestimmt. In die Junggilde wurde Benjamin Ulrich aufgenommen. Jann Erik Steen, Malte Kühl und Tim Seefeldt wechselten von der Junggilde und sind nun Vollmitglieder. Torben Ackermann, Kurt Ulrich und Sönke Dworschak wurden als neue Gildebrüder begrüßt.

Über ein Urkunde und das Ehrenzeichen in Silber konnte sich Henning Engbrecht freuen, der seit 25 Jahren Mitglied in der Nortorfer Vogelgilde ist. Polizeioberkommissar Rüdiger Ahrens wurde für seine 25 Dienstjahre als Begleiter der Gilde geehrt. „Aber auch im Allgemeinen wollen wir dir unseren Dank aussprechen. Du bist immer als Ansprechpartner für uns da gewesen“, lobte Ältermann Hubertus Wollny.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen