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Handball-SH-Liga der Männer : Kociok will die Taktik erst am Spieltag festlegen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Verletztenmisere zwingt Alt Duvenstedts Coach Gunnar Kociok vor der Partie in der Handball-SH-Liga gegen die HSG Tills Löwen zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Erst am Spieltag will er die Taktik festlegen.

„Augen zu und durch“ lautet das Motto bei den Handballern des TSV Alt Duvenstedt. Noch vier Spiele, dann gehört die „Seuchensaison“ 2014/15 der Vergangenheit an. Ob einer Verletzungsmisere in bisher nie dagewesenem Maße musste sich der Oberliga-Absteiger schon früh vom angestrebten Wiederaufstieg verabschieden, nun geht es für das (Rumpf-)Team von Trainer Gunnar Kociok nur noch darum, sich so achtbar wie möglich aus der Affäre zu ziehen. Welcher Platz in der Abschlusstabelle der SH-Liga für den TSV herausspringt, das könnte sich schon an diesem Wochenende entscheiden. In heimischer Halle empfangen die Alt Duvenstedter die HSG Tills Löwen (Sonnabend, 19.30 Uhr).

Gewinnt der TSV, ist er nicht mehr vom siebten Tabellenplatz zu verdrängen. Bei einer Niederlage dürften die Gäste, die derzeit sechs Punkte Rückstand auf Auf Duvenstedt haben, wohl noch am Kociok-Team vorbeiziehen. „Wir werden noch einmal alles reinhauen, was wir haben“, verspricht der TSV-Coach, der die aktuelle Platzierung gerne halten würde. Doch der Trend ist nicht gerade der Freund der Alt Duvenstedter. Die vergangenen vier Spiele gingen verloren, während die „Löwen“ aus dem Herzogtum Lauenburg gegen Saisonende in Rollen kommen, drei Siege am Stück feierten und am vergangenen Wochenende Tabellenführer TuS Lübeck eine empfindliche 18:24-Niederlage beibrachten. „Wenn wir wieder verlieren, wird die HSG wohl noch an uns vorbeiziehen“, glaubt Kociok.

Das Hinspiel Anfang November gewannen die Alt Duvenstedter zwar mit 34:27, doch damals trugen auch noch Spieler wie Matthias Koslowski, Ference Buechler, Tim Dau und Sven Petersen das TSV-Trikot. Zusammen erzielte das Quartett allein 15 Tore. Koslowski ist mittlerweile zum Oberligisten SG Wift gewechselt, Buechler tourt durch die Weltgeschichte, Petersen und Dau sind beide verletzt, ebenso wie Tim Frahm, Ruben Hagge und Tobias Müller. Da zudem auch Nils Petersen morgen verhindert ist und hinter dem Einsatz von Carsten Sievers noch ein Fragezeichen steht, kann und will sich Kociok noch keine Gedanken über die taktische Ausrichtung machen. „Ich zähle am Sonnabend meine Schäfchen. Erst wenn ich sehe, wer da ist, entwerfe ich die Taktik am Reißbrett“, sagt der Coach mit einem Anflug von Galgenhumor. Aufgrund der dünnen Personaldecke sei auch kein vernünftiges Training möglich, klagt Kociok. „Wer arbeiten zwar viel im individuellen Bereich und in Kleingruppen, doch das Mannschaftstraining bleibt auf der Strecke. Abläufe im Angriff sowie Varianten in der Abwehr bleiben auf der Strecke. Das ist nicht gerade das, was man sich als Trainer wünscht.“

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erstellt am 20.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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