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Handball-Oberliga : Kociok-Truppe rutscht auf Abstiegsplatz

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg muss nach der 22:33-Niederlage in Hürup mehr den je um den Klassenerhalt bangen.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2013 | 23:56 Uhr

Langsam trennt sich in der Handball-Oberliga die Spreu vom Weizen, das Tabellenmittelfeld von den Abstiegsrängen. Einige Teams, darunter Hohn/Elsdorf und Alt Duvenstedt, schafften es an diesem Wochenende, ihre Lage durch Siege ein wenig zu verbessern, andere nicht. Dazu zählt die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, die das schwere, aber wichtige Auswärtsspiel beim TSV Hürup mit 22:33 (10:15) verlor.

Die Konsequenz: Gunnar Kocioks Truppe steht auf einem Abstiegsplatz. „Ich weiß nicht, wann das in der Oberliga das letzte Mal so war“, sagte der Trainer völlig konsterniert. Für beide Mannschaften war es ein wichtiges Spiel, nur leider merkte man das nur den Hürupern an. „Uns fehlt zurzeit einfach die Basis von Spielern, die man immer bedenkenlos aufstellen kann und an der sich die anderen hochziehen. Es gibt keinen, der vorangeht, ein gutes Beispiel dafür ist Jens-Christian Woldt“, kritisierte Kociok. In den letzten Jahren ließ sich der HSG-Halblinke selten beirren, traf oft nach Belieben, dabei gern zweistellig und schloss stets unter den ersten Fünf der Torjägerliste die Saison. Zurzeit ist er davon weit entfernt. Ihn allein für den derzeitigen Misserfolg verantwortlich zu machen, wäre jedoch zu leicht und auch nicht fair. Die gesamte HSG-Mannschaft schafft es derzeit zu selten, das über Jahre bewiesene Potenzial abzurufen, was häufig in hohen Niederlagen endet.

Es muss aber auch betont werden, dass Hürup zwar vor der Partie tabellarisch nur zwei Punkte entfernt lag, dennoch aber über eine richtig gute Mannschaft verfügt. Kay Blasczyk und Sjören Tölle agierten bereits für Tarp/Wanderup in der Zweiten Liga und die beiden drückten auch der Partie gegen die HSG ihren Stempel auf. Blasczyk führte gekonnt Regie und bewies neben eigener Wurfstärke (5 Tore) sein gutes Auge für die Nebenleute, Tölle nagelte das Leder neun Mal in die Maschen und nutzte Lücken in der Westerröfelder Deckung gnadenlos aus. Einer der wenigen, die dabei eine gute Leistung zeigten, war Torhüter Bastian Burchert, der nach 15 Minuten eingesetzt wurde und danach gut hielt.

Trotzdem war die HSG über die gesamte Partie nie dran. Schnell lag sie mit fünf Toren hinten (5:10, 8:12), dann wurde es nach der Pause noch auswegloser (12:20). „Leider ist unser guter Lauf zum 18:22 danach komplett in die andere Richtung gegangen“, ärgerte sich Kociok darüber, dass Hürup in der Folge weit enteilte und sicher gewann. „Unterm Strich bin ich einfach nur enttäuscht. Wir hatten zwei manierliche Auftritte gegen Dithmarschen und Schwartau und dann lassen wir uns wieder so abschießen“, sagte er.

Nun kommt es in der letzten Partie des Jahres zu einem richtungweisenden Aufeinandertreffen mit dem TSV Alt Duvenstedt. Im Derby, das am nächsten Sonnabend in der Heidesandhalle stattfinden wird, entscheidet sich, welche der beiden punktgleichen Rendsburger Mannschaften etwas entspannter und welche mit größeren Sorgen in die Winterpause gehen wird.

HSG Schülp/W’feld/RD: Martensen (1.-15.), Burchert (ab 15.) – Cardis (2), Hohnsbehn, Schrader (4), Jüschke (2), Fisch (1), C. Cohrt (3), Woldt (4/1), Dethlefsen (1), Ranft (3), Seehase, F. Cohrt (2), Schöler.

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