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Handball-Oberliga : Kociok peinlich berührt: „Ich war froh, als es vorbei war“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei der 20:35-Auswärtspleite bei Tabellenführer SG Flensburg/Handewitt II hat die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nicht den Hauch einer Chance.

Freitag, kurz vor zehn Uhr abends in der Handewitter Wikinghalle: Robin Schäfer, Linksaußen der SG Flensburg/Handewitt II springt in den Kreis, bekommt den Ball im Flug zu fassen und verwandelt per Dreher zum 32:18. Kurze Zeit später wird Mittelmann Per Oke Kohnagel ebenfalls in der Luft bedient und trifft zum 35:20 (18:10)-Endstand gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg.

Zwei Kempa-Tricks mit hoher Aussagekraft. Flensburger Leichtigkeit, wohin man schaute. Ohne Probleme und trotzdem mit recht vielen frei verworfenen Bällen trafen die SG-Junioren von allen Positionen und nutzten dabei die ganze Breite ihres Kaders. Die bot auch Gunnar Kociok auf, denn der Trainer wechselte wie sein Gegenüber häufig. Der Unterschied: Kociok konnte machen, was er wollte, sein Team fand schlichtweg nicht statt. Keiner vermochte es an diesem Freitagabend, den SG-Spielern nur ansatzweise Paroli zu bieten. „Das war mir schon peinlich, denn die Zuschauer müssen sich ja gefragt haben, ob wir überhaupt schon mal miteinander trainiert haben“, sagte Kociok nach der Partie. Alle Westerrönfelder Angriffsbemühungen schienen lediglich dem Konzept zu folgen, möglichst schnell den Ball loszuwerden, um selbst nichts verkehrt zu machen. Teilweise bis zum Zeitspiel flog das Leder vor der Flensburger Deckung hin und her, wenn es nicht vorher von dieser abgefangen wurde, nur fast nie in Richtung Tor.

Nur Jens-Christian Woldt probierte hin und wieder einen Stemmwurf, der restliche Rückraum schreckte wie die Maus vor der Schlange. „Unsere Versuche waren kläglich, da war überhaupt nichts von den Fortschritten der letzten Wochen zu sehen“, fand Kociok und auch sein Gegenüber Stefan Pries zeigte sich überrascht. Der Spielertrainer habe Kociok nach der Partie gesteckt, dass er nach dem Videostudium der letzten HSG-Partie deutlich mehr erwartet habe. Höchstens zu Beginn war Westerrönfeld kurzfristig ein wenig konkurrenzfähig, als Dany Jüschke in kurzen Abständen vom Kreis traf, aber man sah bereits zu dieser Zeit, dass Westerrönfelds Tore mehr dem Zufall entstammten, als dass sie gut herausgespielt waren. „Ich war einfach nur froh, als es vorbei war“, fasste Kociok die Partie zusammen, während der er sich nur sporadisch verbal einmischte. „Laut zu werden hätte nichts gebracht. Das spare ich mir für die engen Spiele auf, hier war es ein Klassenunterschied, der uns von der SG trennte“, erklärte Kociok.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass schon andere (Spitzen-)Teams zuvor in der Wikinghalle ausgesehen hatten, als spielten sie nicht in der Oberliga. Die SG-„Übermannschaft“, wie Kociok es ausdrückt, trägt oft eine Menge dazu bei, dass bei ihren Gegnern oft gar nichts klappt. „Trotzdem hatte ich mir schon viel mehr Gegenwehr erhofft. Letztendlich muss ich die Niederlage aber zähneknirschend hinnehmen, nur häufiger muss ich so was nicht haben“, äußerte sich der Westerrönfelder Trainer.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Töllner, Martensen – Moreau (1), Schrader (4/2), Jüschke (4), C. Cohrt (1), Petriesas (1), Woldt (4), Seehase, Cardis (4), F. Cohrt, Ranft, Dehlefsen, Schöler.
 

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erstellt am 03.Feb.2014 | 06:11 Uhr

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