zur Navigation springen

Handball-Oberliga der Männer : Kociok appelliert an den Selbsterhaltungstrieb

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-Oberliga der Männer steht die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vor einer vermeintlich leichten Aufgabe: Das Team von Trainer Gunnar Kociok empfängt am Sonnabend das punktlose Schlusslicht SG Hamburg-Nord.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 23:11 Uhr

Hand aufs Herz: Welcher Handballer geht nicht von einem leichten Sieg aus, wenn am Wochenende die Partie gegen den abgeschlagenen Letzten ansteht, der mit 0:14 Punkten und minus 47 Toren bereits heute wie der erste sichere Absteiger aussieht? Vermutlich wird es nicht jeder zugeben, doch es fällt schwer, solche Gegner nicht zu unterschätzen. Morgen steht die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vor dieser unangenehmen Aufgabe, wenn in der Heidesandhalle die SG Hamburg-Nord zu Gast ist (16.45 Uhr).

Auch der TSV Ellerbek wusste vor dem letzten Wochenende, dass Hamburg-Nord noch keine Punkte gesammelt hatte. Zwar wurden in den Vorberichten die üblichen Parolen ausgegeben, von den Stärken des Gegners gesprochen und die eigene mentale Stärke eingefordert – nur mit dem knappen Ergebnis hätte wohl keiner gerechnet. Nur mit Mühe und Not schaffte es Ellerbek als Tabellendritter, mit 26:25 zu gewinnen. Wie also geht man als Trainer an so eine Aufgabe heran und versucht das Unmögliche, nämlich die Hintergedanken komplett auszuschalten? „Ich appelliere da an den Selbsterhaltungstrieb eines jeden Einzelnen“, erklärt HSG-Trainer Gunnar Kociok. Er gehe eben davon aus, dass alle seine Spieler in der Oberliga bleiben wollen und jeder Handball spiele, um zu gewinnen. Und natürlich bleiben auch bei ihm die lobenden Worte für den Gegner nicht aus: „Hamburg hat wirklich einen guten Angriff mit sicheren Rückraumwerfern und versierten Außen.“

Recht hat er ja. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Trainerwechsel vor dem Saisonauftakt hat sich die SG gefangen, was eine Drei-Tore-Niederlage gegen den HSV und eben das 25:26 gegen Ellerbek beweisen. Auf eines jedoch legt Kociok großen Wert: „Natürlich probieren wir, den Gegner nicht zu unterschätzen und unsere eigene gute Leistung zu bringen. Wichtig ist aber auch zu wissen, dass dies ein schlagbarer Gegner ist. Wir können und wollen gegen Hamburg-Nord gewinnen.“

Wer morgen aufgrund des erfreulich geringen Krankenstandes nicht mit im Kader sein wird, stand gestern noch nicht fest. Klar ist für Kociok allerdings: „Ich gehe davon aus, dass jeder Einzelne nach den hohen Klatschen heiß darauf ist, doppelt zu punkten.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen