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Morgendliches Treffen : Klönschnack am Zeitungskasten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Alma Lubrich und Klaus Rieper treffen sich jeden Tag auf dem Weg zur frischen Zeitungslektüre. Am Zeitungskasten wird täglich geschnackt und in Erinnerungen geschwelgt. Die beiden Rentner kennen sich bereits seit ihrer gemeinsamen Schulzeit.

shz.de von
erstellt am 03.Okt.2013 | 14:11 Uhr

Vor über 70 Jahren gingen sie gemeinsam zur Schule, und auch heute noch hat das ehemalige Schulgebäude im Jevenstedter Ortsteil Schwabe eine besondere Bedeutung für Alma Lubrich und Klaus Rieper. Jeden Tag gegen 7 Uhr holen sich die beiden Rentner hier ihre Landeszeitung und nutzen die häufigen Treffen in den frühen Morgenstunden gerne für einen Klönschnack.

Sie seien beide 1938 hier zur Schule gekommen. Er sei jeden Morgen von Alma Lubrich auf dem Schulweg abgeholt worden, erzählt Klaus Rieper. Die Elternhäuser der beiden befanden sich damals in unmittelbarer Nähe. Auch nachdem das Schulgebäude bereits ein Jahr später geschlossen wurde, waren beide unzertrennlich und gingen den Weg zur rund drei Kilometer entfernten Schule in Jevenstedt gemeinsam.

Nach ihrer Kindheit blieben die beiden heute 81-Jährigen Schwabe treu. Von 1952 bis 1962 wurde das Schulgebäude sogar von Alma Lubrich bewohnt, bis sie gemeinsam mit ihrer Familie in einen Neubau einzog, der auf dem früheren Pausenhof, der sich rechts neben der Schule befand, errichtet wurde. Und wie es so kam, ließ auch Klaus Rieper nicht lange auf sich warten. 1955 bezog er das Haus links neben der Schule.

Geblieben sind sind neben den zahlreichen Erinnerungen an früher auch die Zeitungsabonnements der Eltern, die Alma Lubrich und Klaus Rieper gerne übernahmen. „Früher ist die Zeitung mit der Post gekommen. Heute steckt sie in einem Kasten, der sich direkt vor dem früheren Haupteingang der Schule befindet“, weiß Rieper zu berichten. Und genau hier treffen sich die beiden, deren Geburtstage nur einen Tag auseinander liegen, morgens häufig, um die Zeitung zu holen. Jeden Tag stecken genau sieben Exemplare im Kasten.

Auch wenn die Schule schon längst geschlossen ist, für Alma Lubrich und Klaus Rieper dient sie immer noch als tägliche Wissensquelle, allerdings nicht in Form von Schulunterricht, sondern als Adresse für die neuen Nachrichten.

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