Klimaschutz: Was jeder tun kann

Pflanzten 20 Stieleichen im Hüttener Forst: Vertreter des Klimaschutzmanagements Eckernförde und deses Kreises mit Ahlefeld-Bistensees Bürgermeister Detlef Kroll (fünfter von links), Kreispräsidentin Juliane Rumpf (fünfte vor rechts) und dem ehemaligen Förster Thomas Kahn (rechts).
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Pflanzten 20 Stieleichen im Hüttener Forst: Vertreter des Klimaschutzmanagements Eckernförde und deses Kreises mit Ahlefeld-Bistensees Bürgermeister Detlef Kroll (fünfter von links), Kreispräsidentin Juliane Rumpf (fünfte vor rechts) und dem ehemaligen Förster Thomas Kahn (rechts).

Aktionstag präsentierte umweltbewusste Projekte

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22. Juli 2018, 13:26 Uhr

Radeln statt Autofahren, Duschen statt Baden: die Entscheidung für Klimaschutz fängt im Alltag an. Diese Erkenntnis wurde am Sonnabend in Bistensee anschaulich vermittelt. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hatte als eine von 16 bundesweit teilnehmenden Kommunen zu einem Aktionstag unter dem Motto „Wir können Klimaschutz“ eingeladen. Unterstützt wurden die Veranstalter vom Klimaschutzmanagement aus Eckernförde und der Region Rendsburg.

Sebastian Krug, Klimaschutzmanager des Kreises, organisierte die Veranstaltung mit seinem Team. An zahlreichen Informationsständen präsentierten Initiativen ihre Angebote zum umweltbewussten Handeln. Jeder Aussteller zeigte, wie sich Klimaschutz im persönlichen Alltag umsetzen lässt. „Es war für jeden Besucher etwas dabei“, freute sich Sebastian Krug. „Neben den gezielt angereisten Gästen konnten auch viele Menschen, die zufällig da waren, einiges für sich mit nach Hause nehmen.“

Ahlefeld-Bistensees Bürgermeister Detlef Kroll hatte sofort zugesagt, die Aktion am Bistensee auszurichten. „Unsere Region ist insgesamt ein naturnaher Bereich. Es wird darauf geachtet, dass viel Klimaschutz gelebt wird und die Umwelt nur wenig geschädigt wird.“

Kreispräsidentin Juliane Rumpf war von der gebotenen Vielfalt bei dem Aktionstag begeistert. Jeder Einzelne könne etwas für den Klimaschutz tun. Aber auch die Kommunen. „Unser Ziel ist es, bei der Klimabilanz auf dem Laufenden zu bleiben. Wichtig ist für die neuen Kreistagsabgeordneten jetzt, mehr auf Klimaschutzmöglichkeiten aufmerksam zu machen und die CO2-Werte weiter zu senken. Wir wollen die Ziele einhalten.“

Im Rahmen der Veranstaltung fand auch eine Baumpflanzaktion statt. Der ehemalige Förster Thomas Kahn brachte 20 zweijährige Stieleichen mit, die die Gäste in einer Lichtung im Hüttener Forst pflanzten. Die Stieleichen wurden aus Eicheln aus dem eigenen Forst gezüchtet und als junge Bäumchen in Ballen aufgezogen. Die Lichtung war bei einen Sturm entstanden. Es habe zwei Jahre gedauert, bis die Fläche geräumt wurde und jetzt wieder aufgeforstet werde.

An vielen Ständen konnten sich die Besucher informieren. Jörg Faltin, Energieberater für die Verbraucherzentrale Rendsburg und Schleswig, stellte Heiz- und Stromfresser, sowie Raum- und Wasserwärme vor. Werner Bergmann und Louisa Hain vom „Kölner Hochwasser Kompetenz Centrum“ zeigten Objektschutz- und Wasserrückhaltsmaßnahmen, um Häuser vor Starkregen zu schützen. Besonders im Bereich Nahrungsmittel könne man viel machen, meinte Ilka Müller vom Klimaschutzmanagement. So planen Anja Rolf und Karen Dohm im Herbst einen Unverpacktladen in Eckernförde zu eröffnen. Das Kieler Bildungsprojekt „Kreative Küste“ stellte eine Suchkiste mit Müll aus der Ostsee auf. Dieser stammte aus einer Strandsammelaktionen oder aus dem Beifang von Fischern. Sie machten deutlich, wie der Müll im Meer vermieden werden kann. Die AWR gab Tüten mit Kompost aus. „Wöchentlich werden rund 1000 Tonnen Kompost aus Bioabfall und Grünschnitt umgewandelt“, erklärte AWR-Mitarbeiterin Maike Fischer.

Die Band Hüttenfolk und Sänger Brendan Lewis begleiteten den Aktionstag musikalisch. Die Bühne wurde ganz im Sinne der Veranstalter durch eigens vor Ort erzeugten Strom betrieben. Auf fünf Fahrrädern erzeugten die Gäste durch ihr Strampeln die notwendige Energie.

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