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Strom-Sparer : Klimaschutz im Namen des Herrn

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Diakonie-Landesverband beteiligt sich an einem Projekt der Nordkirche.

Die Nordkirche will ihren Kohlendioxid-Ausstoß bis zum Jahr 2015 um ein Viertel senken. Der in Rendsburg beheimatete Landesverband des Diakonischen Werkes hat dieses Ziel bereits heute erreicht. Seine Zentrale am Kanalufer ließ der Verband energetisch sanieren. Zudem wurden sämtliche Computer durch Strom sparende Rechner ersetzt. Und seit wenigen Tagen bewegt man sich klimafreundlich durch den Straßenverkehr: Der Dienstwagen-Fuhrpark wurde um ein Elektroauto des Typs Renault Zoe ergänzt. Investitionssumme: 23 000 Euro.

Noch vor wenigen Jahren habe die Diakonie-Zentrale genauso viel Strom benötigt wie zwölf Einfamilienhäuser. „Heute liegen wir im Vergleich bei vier Häusern“, sagt Vorstandsmitglied Kay-Gunnar Rohwer. Sollte sich das neue Dienstfahrzeug bewähren, dürfte die Elektro-Flotte ausgebaut werden. Aus den aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes geht hervor, dass im Kreis Rendsburg-Eckernförde nur 14 E-Autos verschiedener Hersteller unterwegs sind.

Die moderne Fahrzeugtechnik wirbt mit dem Klimaversprechen und geringen Kosten pro Kilometer. Für das neue Auto der Diakonie geht man davon aus, dass eine Fahrtstrecke von 100 Kilometern mit etwa 3,80 Euro zu Buche schlägt. Ein vergleichbarer Benziner würde die doppelte Summe kosten. Allerdings hinkt der Vergleich. Elektroautos sind in der Anschaffung zwischen 50 und 100 Prozent teurer als ihre benzinangetriebenen Varianten. Zudem gibt es bisher noch nicht genügend Erfahrungswerte darüber, wie lange die teuren Akkus halten. Sollte nach wenigen Jahren ein Austausch erforderlich werden, wären sowohl die Öko- als auch die Kostenbilanz ruiniert.

Die Verantwortlichen des Diakonie-Landesverbandes lassen sich die Freude an ihrem Elektroauto nicht verderben und denken noch einen Schritt weiter. Der Carport, der mit der Ladestation für den Zoe ausgestattet wurde, könnte zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet werden. Somit wäre das Aufladen des Elektromobils nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden und man würde dem Fernziel der Kirche einen Schritt näher kommen. Diakonie-Pressesprecher Michael van Bürk: „Der Stromverbrauch der Kirche soll bis zum Jahr 2030 klimaneutral sein.“

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