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Brekendorf : Kleine „Igel“ räumen den Wald auf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Immer noch werden Sturmschäden vom letzten Herbst beseitigt. Jungen und Mädchen des Kindergartens Brekendorf verfolgten die Arbeiten und packten selbst mit an.

„Tock, tock, tock.“ Das Hämmern des Buntspechts haben die Jungen und Mädchen des Kindergartens Brekendorf schon häufig gehört, denn einmal im Monat haben sie einen „Waldtag“. Bei ihrem jüngsten Besuch dröhnten aber laute Motorengeräusche und das Kreischen einer Kettensäge durch den Wald. Ein „Vollernter“ war bei der Arbeit, um das aufzuräumen, was der Orkan „Christian“ vor mehr als fünf Monaten angerichtet hatte.

„Das ist ein Harvester“, wussten die Kinder schon bald. Und damit sie auch kennen lernten, wie man in früheren Zeiten ohne große Maschinen im Wald gearbeitet hat, durften sie auch selbst Hand anlegen. Britta Gehlhaar vom Erlebniswald Trappenkamp hatte große und kleine Sägen mitgebracht. Damit wurden kleinere Äste abgesägt. Und auch an dickere Stämme trauten sich die Kinder heran. Zusammen mit der Waldpädagogin und einer großen „Zwei-Mann-Säge“ machten sie sich an die Arbeit. „Das ist anstrengend“, stellte Joshua Bevensee fest, nachdem der Stamm durchgesägt war.

Nicht weniger anstrengend war die Arbeit für Leni Meier. Zusammen mit der Kindergartenleiterin Claudia Meiners arbeitete sie mit einem „Rindenschäler“ an einem dicken Baumstamm. „Da muss man vorsichtig sein, weil der Rindenschäler ganz scharf ist“, stellte Leni fest. „Für meine Igelgruppe ist das ein echt interessanter Tag“, freute sich Meiners über das vielfältige Angebot, das der Förster Rainer Mertens bei dem „Sturmtag“ für die Kinder organisiert hatte.

35 000 Festmeter Holz seien durch den Orkan „Christian“ umgeworfen worden, erklärte Mertens. Das sei die fünffache Menge des sonst üblichen jährlichen Einschlags. Die meisten Bäume würden aufgearbeitet und zu Bauholz verarbeitet. Etwa zehn Prozent bleiben als Totholz im Wald. „Damit werden wir unserer ökologischen Verantwortung gerecht.“

Bei großflächigen Nadelwäldern bestehe die Gefahr durch Borkenkäfer, wenn das Totholz nicht entfernt werde, erklärte Mertens. Dies sei aber eher auf den Geestböden in Kropp und Lohe der Fall. Im Brekendorfer Wald bestehe die Gefahr durch Borkenkäfer nicht.

Die Kinder des Brekendorfer Kindergartens werden bei der Aufforstung helfen. Sie werden im Herbst junge Buchen pflanzen.





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