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Brekendorf : Kleine „Igel“ pflanzen Bäume

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Sturmschäden sind beseitigt. Jetzt werden im Brekendorfer Wald neue Bäumchen gepflanzt. Dabei hilft die „Igel“-Gruppe aus dem Kindergarten Brekendorf fleißig mit.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Gut ein Jahr nach dem Sturm „Christian“ sind die wesentlichen Aufräumarbeiten im Brekendorfer Wald weitestgehend abgeschlossen. Förster Rainer Mertens und seine Mitarbeiter haben bereits begonnen, junge Bäumchen zu pflanzen. Die Jungen und Mädchen des Brekendorfer Kindergartens helfen dabei kräftig mit.

Gestern waren 16 Kinder der „Igel-Gruppe“ wieder im Einsatz in dem hügeligen Waldgelände. Sie pflanzten kleine Buchen. Die Waldpädagogin Britta Gehlhaar hatte den kleinen Naturfreunden zuvor erklärt, wie tief die jungen Bäumchen in die Pflanzlöcher gesetzt werden müssen, damit sie gut anwachsen. „Und dann muss man die Löcher wieder mit Erde auffüllen, gut andrücken und zum Schluss noch mit den Füßen festtreten“, wissen die „Igel“ jetzt.

Und damit die jungen Buchen nicht von Rehen „angeknabbert“ werden, hat sich Rainer Mertens etwas Besonderes einfallen lassen. Der Förster hatte ungewaschene Schafwolle mitgebracht, die von den Kindern um die oberste Knospe der jungen Bäumchen gewickelt wurden. „Das mögen die Rehe nämlich nicht“, erklärte der Förster. „Ihr wollt ja auch keine Haare im Mund haben.“

Im März dieses Jahres hatten sich die Kinder bei einem „Sturmtag“ die von dem Orkan „Christian“ umgestürzten Bäume angesehen und konnten hautnah erleben, wie der Wald mit einem Harvester „aufgeräumt“ wurde. 35 000 Festmeter Holz seien durch den Orkan „Christian“ umgeworfen worden, erklärte damals Rainer Mertens. Das sei die fünffache Menge des sonst üblichen jährlichen Einschlags. Die meisten Bäume würden aufgearbeitet und zu Bauholz verarbeitet. Etwa zehn Prozent bleiben als Totholz im Wald. „Damit werden wir unserer ökologischen Verantwortung gerecht.“

Bei großflächigen Nadelwäldern bestehe die Gefahr durch Borkenkäfer, wenn das Totholz nicht entfernt werde. Dies sei aber eher auf den Geestböden in Kropp und Lohe der Fall. Im Brekendorfer Wald bestehe die Gefahr durch Borkenkäfer nicht.

Jetzt packten die Kleinen mit an, um die Flächen wieder naturnah zu bepflanzen. „Die Kinder finden es immer gut, im Wald mitzuhelfen“, freute sich die Kindergartenleiterin Claudia Meiners über den Eifer der Jungen und Mädchen.

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