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Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 23:07 Uhr

Kleine Eisenbahnen, großer Spieltrieb

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rund 700 Besucher und 40 Aussteller kamen gestern zur Modellbahn- und Spielzeugbörse in die Rendsburger Nordmarkhalle

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Draußen war der Parkplatz voller Autos, drinnen ging es jedoch hauptsächlich um den Schienenverkehr: Gestern lockte die letzte Modellbahn- und Spielzeugbörse des Jahres insgesamt rund 700 Besucher in die Rendsburger Nordmarkhalle. An den Tischen der 40 Aussteller wurde so manche Weiche für den Spieltrieb von Jung und Alt gestellt. Experten diskutierten über Spurweiten, über digital oder analog, über Märklin oder Fleischmann – doch auch für Laien und Anfänger war der Zug nicht abgefahren. Zwar gab es auch anderes Spielzeug wie Modellautos zu betrachten und zu kaufen, aber: „Das Gros der Aussteller und der Besucher ist natürlich wegen der Modellbahnen hier“, sagte Organisatorin Helga Hennemann.

Dass es sich bei der Modelleisenbahn keineswegs um ein aussterbendes Hobby handelt, bewies unter anderem der elfjährige Ole Möller aus Preetz, der mit seinem Großvater Ulrich Kleine aus Heikendorf gekommen war, um ganz gezielt seine Sammlung zu erweitern. „So zwischen 200 und 300 Wagen haben wir zu Hause“, erzählte der Enkel, der sich vor allem für das Herumtüfteln und das schöne Aussehen so mancher Bahn begeistert. Gleich drei Generationen waren am Stand von Thorsten Schakat vereint. Der 50-Jährige, der in Kiel „Scharly’s Lokshop“ betreibt, verkaufte gestern gemeinsam mit Tochter Charlotte-Louise (12) und Vater Günter (79) Eisenbahnen, Schienen und Ersatzteile. Unter anderem hatte er ein „Schweizer Krokodil“ von Märklin im Sortiment. „Eine wunderschöne E-Lok und der Traum eines jeden Modelleisenbahners“, betonte Schakat, während sich gleich zwei Besucher näher für das 135 Euro teure H0-Modell (siehe kleines Foto, rechts) interessierten.

Ein echtes Schmuckstück zeigte Peter-Paul Wieben. Der 78-Jährige aus Kronshagen bot eine Uhrwerkslok von Märklin aus dem Jahr 1912 an (siehe großes Foto). Mit Kohle-Tender war sie für 575 Euro zu haben. „Die gibt es nur noch selten, meistens nur noch in Liebhaberhänden“, erklärte Wieben. Gemeinsame Sache machten Hans-Peter und Helga Jaeger aus Surendorf. Während er Modelleisenbahnen, fanden die selbst gebauten Miniaturhäuser seiner Frau (siehe kleines Foto, Mitte) ebenfalls großen Anklang.

Das Fazit von Organisatorin Helga Hennemann fiel nach fünf Stunden positiv aus: „Die Konkurrenz durch das Internet wird für Veranstaltungen wie diese immer größer. Aber schon traditionell wurde die Börse am 2. Weihnachtstag gut angenommen. Die Atmosphäre war gut, viele Aussteller und Besucher kennen sich schon. Das ist immer wieder nett.“ Auch im kommenden Jahr soll die Modellbahn- und Spielzeugbörse viermal in der Nordmarkhalle stattfinden (2. März, 1. Mai, 3. Oktober, 26. Dezember).

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